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Pestalozzi-Preis 2008 für Bern

20.11.2008
In Bern können Kinder und Jugendliche offiziell ihre Ideen und Wünsche in die Politik einbringen. Vor allem aus diesem Grund erhält die Bundeshauptstadt den diesjährigen Pestalozzi-Preis. Die Jury würdigt aber auch das Engagement der Stadtverwaltung, Bern insgesamt kindergerecht zu gestalten. Der Preis ist mit 20'000 Franken dotiert. Er wird am 20. November, dem Tag der Kinderrechte, überreicht.

Im Wettbewerb um den Pestalozzi-Preis für kinderfreundliche Lebensräume 2008 konnte sich die Stadt Bern gegenüber elf Mitbewerbern durchsetzen. Nach dem Urteil der Jury werden hier in vorbildlicher Weise Kinder gefördert und in die Stadtplanung miteinbezogen. Schweizweit einmalig ist die nachhaltige Verankerung des Mitspracherechts für Kinder und Jugendliche in Form eines Reglements im städtischen Recht.

Kinder zwischen acht und zwölf Jahren können im Kinderparlament selber Ideen und Wünsche einbringen sowie einen jährlichen Betrag von 30'000 Franken für Kinderprojekte einsetzen. Jugendliche über zwölf Jahre haben die Möglichkeit, mittels Jugendmotionen ihre Anliegen direkt dem Stadtrat vorzutragen.

Bei der Stadtplanung achtet man darauf, kindergerechte Lebensräume zu schaffen, zum Beispiel durch Verkehrsberuhigung oder das Einrichten von Spielplätzen und Begegnungszonen im Stadtgebiet. Die Organisation Brachland macht ungenutztes Bauland in der Stadt für Kinder nutzbar. Die Stadt Bern verfügt auch über ein sehr gut ausgebautes Angebot an Tagesstrukturen für Kinder.

Der Pestalozzipreis wird alle zwei Jahre an eine Organisation verliehen, die sich besonders um kinderfreundliche Lebensräume bemüht. Bewertet werden die Möglichkeiten für Kinder, aktiv am Geschehen mitzuwirken und mitzubestimmen. Wichtig ist aber auch, wie die von der Organisation verfolgte Politik die Kinder unterstützt, wie Kinderinteressen wahrgenommen werden und wie die Betreuung und Animation der Kinder im nichtschulischen Bereich erfolgt.

Eine Jury mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und gemeinnützigen Organisationen beurteilt die eingegangenen Bewerbungen und bestimmt die Siegerin. Getragen wird der Preis vom Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer LCH, gemeinsam mit der Stiftung Pro Juventute und der UNICEF Schweiz. Der nächste Pestalozzi-Preis wird im Jahre 2010 vergeben.

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