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«International Child Helpline Day»: Probleme von Jugendlichen komplexer als früher

17.05.2011

Die Anzahl der Jugendlichen, die wegen Krisen oder persönlicher Probleme bei der Pro Juventute Beratung + Hilfe 147 anrufen, nimmt zu. Am heutigen «International Child Helpline Day» unterstreicht Pro Juventute die Wichtigkeit von Hilfe für Kinder und Jugendliche, die rund um die Uhr verfügbar ist. Besonders für die Herausforderungen der neuen Medien brauchen Kinder und Jugendliche Unterstützung. So zeigen internationale Studien, dass Cybermobbing die Wahrscheinlichkeit eines Suizidversuchs bei Jugendlichen verdoppelt.

Mobbing, Zukunftsangst, Suizid-Absichten. Für einen Heranwachsenden kann die heutige Gesellschaft komplex und sehr herausfordernd sein. Daran erinnert Pro Juventute am heutigen «International Child Helpline Day» und betont die Wichtigkeit einer professionellen und schnellen Hilfe für Kinder und Jugendliche in Notsituationen. Eine Hilfe, welche die Pro Juventute Beratung + 147 seit 12 Jahren Kindern und Jugendliche in der ganzen Schweiz, rund um die Uhr, kostenlos und anonym, bietet. «Gerade in so dunklen Momenten kann ein Gespräch Perspektiven aufzeigen, welche ein Kind oder ein Jugendlicher in seiner Not nicht sehen kann», sagt Stephan Oetiker, Direktor Pro Juventute.

Schwere Krisen nehmen bei Kindern zu

Eine schnelle und professionelle Hilfe ist nötiger denn je. Denn die Anzahl Jugendlicher mit schweren Krisen nimmt zu. Dies zeigen aktuelle Auswertungen von Pro Juventute. Liebeskummer oder Beziehungsprobleme nehmen ab, heute steigen die Anfragen zu schweren persönlichen Problemen, die Kinder und Jugendliche in eine Notlage bringen. Konkret heisst das: Angst, Mobbing, Aggression, psychische Erkrankungen, Depressionen. In der Schweiz gehört Suizid zur zweithäufigsten Todesursache bei Kindern und Jugendlichen. So ruft jeden Tag mindestens ein Kind oder Jugendlicher mit Suizid-Gedanken bei der Pro Juventute Beratung + Hilfe 147 an. «Gerade dann ist eine schnelle und professionelle Hilfe entscheidend», sagt Stiftungsdirektor Stephan Oetiker. Denn im Internetzeitalter und angesichts der rasant steigenden Anzahl von Cybermobbing hat sich die Suizid-Thematik bei Kindern und Jugendlichen verschärft – mit besornigserregenden Auswirkungen: Eine aktuelle Studie (Hinduja, S. & Patchin, J. W, 2010 ) zeigt, dass Suizidversuche bei Jugendlichen, welche Cybermobbing erlebt haben, doppelt so hoch ist wie bei Jugendlichen ohne eigene Betroffenheit.

Für weitere Informationen:

Pro Juventute
Marianne Affolter
Leiterin Kommunikation
Thurgauerstrasse 39, Postfach
8050 Zürich
Tel: 044 256 77 74
Mobile: 079 659 67 33
Fax: 044 256 77 78
Pro Juventute
Stephan Oetiker
Direktor
Thurgauerstrasse 39, Postfach
8050 Zürich
Tel: 044 256 77 77

Wir machen uns stark für Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern in der Schweiz

Pro Juventute unterstützt Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern auf dem Weg zu selbst- und sozialverantwortlichen Persönlichkeiten. Mit vielfältigen Angeboten hilft die Stiftung direkt und wirkungsvoll. Sie bietet spannende und gut frequentierte Dienstleistungen wie die Pro Juventute Beratung + Hilfe 147 oder der Elternberatung von Pro Juventute an. Davon profitieren jährlich über 300‘000 Kinder und Jugendliche und rund 100‘000 Eltern in der Schweiz.

www.projuventute.ch  www.projuventute-elternberatung.ch

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Stiftung
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Tel: 044 256 77 77
Fax: 044 256 77 78