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Pro Juventute fordert politische Rahmenbedingungen für alle Familienmodelle

Aufruf zum morgigen internationalen Tag der Familie

14.05.2010
Anlässlich des morgigen Tags der Familie fordert Pro Juventute von Politik und Arbeitswelt die Anerkennung aller Familienformen in der Schweiz. Ob klassisches Familienmodell, Berufstätige, Patchwork-Konstellationen oder Alleinerziehende – das Verständnis von Familien hat sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend geändert. Dem muss gemäss der Stiftung Rechnung getragen werden: Sie fordert entsprechende Rahmenbedingungen zur Unterstützung aller Familienformen.

Politikern, Arbeitgebern und Vertretern aus der Gesellschaft bietet Pro Juventute bei der Umsetzung der Anerkennung von Familienarbeit, von verschiedenen Familienmodellen oder von flexiblen Arbeits- oder Betreuungsangeboten ihre Unterstützung aus der Erfahrung in der Familienarbeit an. «Politik und Wirtschaft müssen dem Wandel der Familie gerecht werden», sagt Stephan Oetiker, Direktor von Pro Juventute. «Kinder sind unsere Zukunft, und die Familien, in denen sie leben, ihr Zuhause.» Der Einsatz, den Familien leisteten, gelte es zu würdigen und mit entsprechenden Angeboten zu unterstützen. «Familien müssen in ihren Aufgaben konsequenter unterstützt werden», sagt Oetiker.

«Anpassung an heutige Familienmodelle ist Aufgabe der Politik»

Denn heute müssen Mütter und Väter den verschiedensten Ansprüchen bezüglich Familienformen und Arbeitsteilungen genügen. Um ihre gesellschaftliche Funktion zu erfüllen, sind Familien auf förderliche Rahmenbedingungen in Arbeitswelt und im öffentlichen Leben angewiesen. Für Pro Juventute ist es Aufgabe der Politik, sich diesen Veränderungen anzupassen und für alle Familienmodelle die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen. Dies fordert die Stiftung 2010 anlässlich des morgigen internationalen Tags der Familie. Schliesslich sei der Tag genau dafür eingeführt worden: Er sollte die öffentliche Unterstützung für Familien verstärken, wie es in der Erklärung der Vereinten Nationen heisst - denn das Schicksal des Staates hänge vom Zustand der Familie ab.

Pro Juventute fordert daher die Diskussion um die Förderung aller Familienformen – ob es sich dabei um die Diskussion um förderliche Rahmenbedingungen für klassische Familienmodelle, Patchwork-Familien, Alleinerziehende oder gleichgeschlechtliche Familien handelt, wie es die derzeit laufende Petition «Gleiche Chancen für alle» für die Gleichstellung eingetragener Paare und ihrer Kinder fordert.

Unterstützung für Familien ungeachtet der politischen, sexuellen oder kulturellen Ausrichtung

Mit den Pro Juventute-Elternbriefen setzt sich die Stiftung seit 40 Jahren für die Unterstützung von allen Familien in der Schweiz ein. Die Informationshefte adressieren sämtliche Familien mit unterschiedlichen Modellen in der Schweiz. Sie sprechen die wichtigen Themen für Familien an ungeachtet der politischen, wirtschaftlichen, sexuellen, kulturellen oder religiösen Ausrichtung: Erziehung, Gesundheit, Bildung, Medienkonsum, Freizeit, Familienaktivitäten und vieles Weitere.

Denn: «Nicht die Familienform, sondern das Familienleben ist zentral für ein Gelingen des Ganzen», schreibt die Stiftung in der Elternbrief-Ausgabe zum Thema «Familienalltag». Bei der Umsetzung der Anerkennung von Erziehungs- und Hausarbeit, der Anerkennung verschiedener Familienmodelle oder der Schaffung flexibler Arbeits- und Betreuungsangebote kann Pro Juventute daher Vertretern aus Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft ihre Erfahrung aus der Familienarbeit zur Verfügung stellen.

Pro Juventute
Stephan Oetiker
Direktor
Thurgauerstrasse 39, Postfach
8050 Zürich
Tel: 044 256 77 77
Fax: 044 256 77 78
Pro Juventute
Marianne Affolter
Leiterin Kommunikation
Thurgauerstrasse 39, Postfach
8050 Zürich
Tel: 044 256 77 74
Mobile: 079 659 67 33
Fax: 044 256 77 78

Wir machen uns stark für Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern in der Schweiz

Pro Juventute unterstützt Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern auf dem Weg zu selbst- und sozialverantwortlichen Persönlichkeiten. Mit vielfältigen Angeboten hilft die Stiftung direkt und wirkungsvoll. Sie bietet spannende und gut frequentierte Dienstleistungen wie die Pro Juventute Beratung + Hilfe 147 oder der Elternberatung von Pro Juventute an. Davon profitieren jährlich über 300‘000 Kinder und Jugendliche und rund 100‘000 Eltern in der Schweiz.

www.projuventute.ch  www.projuventute-elternberatung.ch

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