Chronologie

2006 Überführung der Aufgaben und Dienstleistungen der Fachstelle Tagesfamilien in den neu gegründeten, unabhängigen nationalen Tagesfamilien-Verband.









2005 Die Stiftung pro juventute hat sich den gesellschaftlichen Veränderungen angepasst und eine schlankere und effizientere Struktur geschaffen. Zukünftig stehen die direkten Leistungen für Kinder und Jugendliche noch vermehrt im Zentrum der Aktivitäten der Stiftung.

Die Neuausrichtung der Stiftung ist auch gegen aussen sichtbar: pro juventute tritt in einem «neuen Kleid» mit einheitlichem Erscheinungsbild (CI/CD) für alle pro juventute-Dienstleistungen auf.

Erstmals ist der Geschäftsbericht und die Jahresrechnung nach der Rechnungslegungsrichtlinie Swiss GAAP FER 21 für soziale Non-Profit-Organisationen erstellt und erfüllt damit eine entsprechende Bedingung der ZEWO-Stiftung für eine bessere Transparenz und Vergleichbarkeit der Jahresrechnungen.
2004 Am 25. September treten die neuen Statuten der Stiftung pro juventute in Kraft. Die Stiftung ist nach dem Prinzip der «Corporate Governance» geführt. Anstelle der Stiftungskommission und des Stiftungsrates besteht die oberste strategische Leitung von pro juventute neu aus einem (von 60 auf elf verkleinerten) Stiftungsrat und einer Stiftungsversammlung als Beirat. Die Bezirke bilden neu operative Einheiten in einer gemeinsamen Stiftungsstruktur.

Übernahme von tschau.ch, der Informations- und Beratungsplattform von pro juventute für Jugendliche und junge Erwachsene in der deutschsprachigen Schweiz.

pro juventute Telefonhilfe 147 bietet ihre Dienste neu kostenlos an und ist in drei sprachregionalen Zentren organisiert.

Aufgrund finanzieller Überlegungen entschliesst sich pro juventute, sich aus der stationären Drogentherapie zurückzuziehen und die Liegenschaften des Drogenrehabilitationszentrums Cugnanello in der Toskana zu verkaufen.
2003 pro juventute verabschiedet ein breit abgestütztes Leitbild als Grundlage ihrer Tätigkeit.

Verkauf des Verlags pro juventute/Atlantis Kinderbücher an orell füssli Verlag AG. Weitere gemeinsame Zusammenarbeit im Rahmen der Ratgeberreihe «FamilienPraxis».
2002 Die Ergebnisse und Aufträge aus dem Zukunftsprozess werden in das neue Projekt «pro juventute unterwegs» übergeführt und schrittweise umgesetzt.

Die neun Netzstellen der pro juventute Telefonhilfe 147 für Kinder und Jugendliche werden auf sieben reduziert. Die von pro juventute betreute Netzstelle «Mitte» deckt die grösste Region ab und ist in der Nacht zuständig für die ganze Deutschschweiz.
2001 Seit dem Sommer befassen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bezirke, des Zentralsekretariats und des Stiftungsrats mit der Zukunft der Stiftung. In zwei Grossgruppenveranstaltungen wurden Fragen gestellt, Erfahrungen eingebracht und Ideale beschrieben.

Start des pro juventute Projekts «Kinder lernen ihre Rechte kennen! – Die UNO-Kinderrechtskonvention in unserem Alltag». Nach einer erfolgreichen Pilotphase wird das Projekt ab 2004 im Kanton Zürich angeboten, mit dem Ziel eines schweizweiten Angebotes.
2000 Im Hinblick auf das 90 Jahre Jubiläum rüstet sich die Stiftung in einem gross angelegten Zukunftsprozess für die veränderten Anforderungen an eine gesamtschweizerische Stiftung.
1999 pro juventute goes Internet.

Seit März ist die pro juventute Telefonhilfe 147 für Kinder und Jugendliche Tag und Nacht für die ganze Schweiz in Betrieb. Das pro juventute Telefon 147 ist aktive Prävention und eine Dienstleistung unter dem Aspekt Kinderschutz. Das Angebot schliesst eine wichtige Lücke im sozialen Netz der Schweiz.

Die Stiftung kann auf 30 Jahre pro juventute Elternbriefe zurückblicken. Viele 100 000 Mütter und Väter von den regelmässigen Informationen, die sich auf das Alter und die aktuellen Entwicklungsschritte ihres Kindes beziehen.
1998 Der Bund überträgt der Stiftung die Verantwortung für den Aufbau der Telefonhilfe für Kinder und Jugendliche unter der Telefon-Nummer 147.
1996 Erstmals in der Geschichte des pro juventute ist eine Frau Präsidentin des Stiftungsrates. Die Berner Ständerätin Christine Beerli wurde als Nachfolgerin von Alt-Bundesrat Dr. Rudolf Friedrich gewählt.
1994 pro juventute setzt sich für die Ratifizierung der UNO-Konvention für die Rechte des Kindes ein und hat vier Jahre später Erfolg damit.
1992 Neben Prävention wird auch die Therapie bei der Drogenhilfe in der praktischen pro juventute-Arbeit immer wichtiger. Die sieben Therapieplätze in der Toscana werden durch die Inbetriebnahme des Zentrums «Cugnanello» auf 21 Plätze ausgebaut.
1990 pro juventute arbeitet eine Stellungnahme zur Drogenpolitik aus. Die Stiftung setzt sich für einen Ausbau der Hilfeleistungen und eine Entkriminalisierung des Konsums ein.
1987 Die Organisationen der Fahrenden akzeptierten die Entschuldigung und Wiedergutmachung der Stiftung pro juventute für das begangene Unrecht im Rahmen des ehemaligen Hilfswerkes «Kinder der Landstrasse».
1985 Im Sinne eines Experimentes startet pro juventute das Projekt «Familienbegleitung», das sozial schwierige Familiensituationen überbrücken will. Die pro juventute Sozialpädagogische Familienbegleitung etabliert sich zu einem wichtigen Angebot für Familien zur nachhaltigen Lösungen von Konflikten im Familienalltag
1978 Immer mehr pro juventute Bezirke führen Ferienpass-Aktionen für Schulkinder durch. Die Aktion wird über die Jahre immer weiter ausgebaut. Zur Zeit profitieren mehr als 53 000 Kinder und Jugendliche in der ganzen Schweiz von den Ferienplausch-Aktionen und gesamthaft werden rund 7500 verschiedene Aktionen durchgeführt.
1973 pro juventute richtet eine Auskunfts- und Koordinationsstelle für Initianten und Interessenten von Tagespflegeplätzen (Tagesfamilien) ein.

Auflösung des Hilfswerkes «Kinder der Landstrasse» nach starker Kritik in den Medien.
1971 Der Verlag pro juventute wird gegründet.
1969 Erstmals gelangt die Stiftung mit neu geschaffenen pro juventute Elternbriefe an alle Eltern von Neugeborenen in Zürich und Basel.
1962 Im Jubiläumsjahr «50 Jahre pro juventute» wird das Familienferiendorf «Bosco della Bella» mit 27 Ferienhäusern in Betrieb genommen.
1957 Der Robinsonspielplatz Zürich-Wipkingen entwickelt sich zum ersten pro juventute Gemeinschaftszentrum für jung und alt.
1954 Eröffnung der ersten beiden Robinsonspielplätze.
1945 Die Stiftung übernimmt die Mittelbeschffung für die "Vereinigung Kinderdorf Pestalozzi" und führt bis 1950 deren Sekretariat.
1942 pro juventute übernimmt den Verlag des Pestalozzikalenders.
1941 Angliederung der 1939 aus privater Initiative gegründeten pro juventute Praktikantinnenhilfe. Ziel ist die Unterstützung überlasteter Bäuerinnen. 1946 erfolgt die Ausweitung auf nicht bäuerliche Familien.
1926 Auf Anregung von Bundesrat Giuseppe Motta gründet pro juventute das Hilfswerk «Kinder der Landstrasse», das 1929 erstmals Bundessubventionen erhält. Ziel ist die Umsetzung des damals gültigen «Bundesgesetz betreffend die Heimatlosigkeit». Im Auftrag der zuständigen Vormundschaftsbehörden der Kantone wurden für 619 jenische Kinder Vormundschaften geführt und diese in Pflegefamilien und Heimen platziert.
1922 Gründung des Kindersanatoriums in Davos. pro juventute beginnt mit der professionellen Mütterberatung.
1919 Die Bezirksstruktur der pro juventute wird analog der politischen Bezirke eingeführt. Erstmals bietet die Stiftung Ferien vorerst für Auslandschweizerkinder an.
1915 pro juventute richtet ihre Tätigkeit bis zum Kriegsende vor allem auf die Bekämpfung kriegsbedingter Nöte aus.
1912 Gründung der Stiftung pro juventute. Ziel: Bekämpfung der Tuberkulose bei Kindern und Jugendlichen. Seit dem ersten Jahr finanziert sich die Stiftung mit dem Verkauf von Briefmarken mit Wertzuschlag.