Kinderpolitik - Brennpunktthemen; Zahlen und Fakten

Hier finden Sie umfangreiche Hintergrundinformationen zur Kinderpolitik (zusätzliche Informationen finden Sie in der Bibliothek
zu den jeweiligen Themen):



"Neue" Armut

In der Schweiz sind rund 100'000 - 190'000 Kinder von Armut betroffen. Das sind 7 bis 12% aller Minderjährigen. Armut bedeutet, dass diese Kinder in Familien leben, in denen die Eltern den minimalen Existenzbedarf mit ihrem Einkommen nicht zu decken vermögen. Alleinerziehende, kinderreiche Familien und junge Familien sind einem besonders hohen Armutsrisiko ausgesetzt. Seit Beginn der 90er Jahre betrifft Armut in zunehmendem Masse auch die Mittelschicht. Die Ursachen der Armut sind komplex. Sie liegen u.a. in den steigenden Lebenshaltungskosten - ein Lohn reicht zur Existenzsicherung einer Familie in vielen Fällen nicht mehr aus - , in den Umstrukturierungen auf dem Arbeitsmarkt, der sozialen Herkunft sowie der beruflichen Qualifikation der Betroffenen. Oft ist Armut mit fatalen Folgen verbunden und beeinträchtigt die physische und psychische Gesundheit von Kindern auf vielfältige Weise. Armut hat nicht nur Auswirkungen auf die Ernährung, indem beim Kauf von Lebensmitteln gespart wird, sie geht meist auch mit einer Verschlechterung der Wohnsituation einher und führt zur Einschränkung sozialer Kontakte. Wenn beim Erwerb von Konsumartikeln, Freizeitangeboten und - moden nicht mehr mitgehalten werden kann, leiden gerade Kinder ganz besonders unter einer möglichen Isolierung durch Gleichaltrige. Auch treten Depressionen, Ängste, mangelndes Selbstwertgefühl, Aggressionen, Hyperaktivität und asoziales Verhalten bei Kindern aus armen Familien vermehrt auf. Schwere Gewalthandlungen und Kindesmisshandlung sind in von Armut betroffenen Familien ebenfalls häufiger als in nicht armen.
In unserer Gesellschaft ist Kinder haben zunehmend zu einem Armutsrisiko geworden. Durch den Staat werden die Kinderkosten nur zu einem geringen Teil abgegolten. Pro juventute setzt sich mit anderen Organisationen deshalb für höhere und einheitliche Kinderzulagen kombiniert mit Ergänzungsleistungen für einkommensschwache Familien ein.

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Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen

Physische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen
Die physische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in der Schweiz kann im allgemeinen als gut bezeichnet werden. Dazu tragen wesentlich der relativ hohe Lebensstandard sowie das gute Angebot an medizinischen Dienstleitungen bei.
Trotzdem weisen Untersuchungen darauf hin, dass sich der Gesundheitszustand gewisser Kinder in den letzen Jahren bedingt durch den gesellschaftlichen Wandel (siehe Kap. Neue Armut) eher verschlechtert hat. Zudem gibt Anzeichen dafür, dass Atemwegsbeschwerden und Allergien bei Kindern und Jugendlichen zugenommen haben.
Verbindliche gesamtschweizerische Aussagen über den physischen Gesundheitszustand von Kleinkindern und Kindern bis 14 Jahren können, da entsprechende Studien fehlen sowie bestehendes Datenmaterial in der Form von schulischen Reihenuntersuchungen nicht systematisch ausgewertet vorliegt, keine gemacht werden. Es darf jedoch davon ausgegangen werden, dass bei Kindern im Schulalter körperliche Störungen erfasst und behandelt werden. Eine Lokaluntersuchung der Stadt Bern aus dem Jahre 1995 zeigte beispielsweise auf, dass ca. 6% der Kinder im Einschulungsalter körperliche Störungen und chronische Krankheiten aufweisen und dass bei weiteren 6% Entwicklungsauffälligkeiten festgestellt wurden.

Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen
Gemäss einer Studie des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Lausanne sind Schweizer Jugendliche im Allgemeinen mit ihrem Leben zufrieden. Rund 8% der weiblichen Jugendlichen und 3% der männlichen Jugendlichen gaben an, sich oft traurig, deprimiert und hoffnungslos zu fühlen.
Zu einem deutlich weniger erfreulichen Resultat kommt eine Untersuchung des Zentrums für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Zürich. Eine Befragung von 1500 jungen Menschen zwischen 13 und 20 Jahren im Kanton Zürich ergab, dass hier jeder fünfte Jugendliche unter Angststörungen, Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen leidet. Leiden, die von der Umgebung oft nicht genügend wahrgenommen werden. Denn nur 8% der Eltern waren aufgrund zitierter Befragung der Meinung, dass ihre Kinder Hilfe und Behandlung nötig hätten.
Eine besondere Risikogruppe bilden Jugendliche, die nicht in einer Ausbildung stehen. Auch hier sind es vor allem die weiblichen Jugendlichen, die ihre physische Gesundheit schlechter beurteilen und häufiger über Gesundheitsprobleme, wie Bauch- und Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Depressionen und psychosomatische Beschwerden klagen. Zudem neigen Jugendliche ohne Ausbildungsplatz vermehrt zu Drogenkonsum. Ein Drittel der weiblichen Jugendlichen und 17% der männlichen Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz gaben an, in den letzten zwölf Monaten einen Selbsttötungsversuch unternommen zu haben. Die Hälfte hat im letzten Jahr an Selbsttötung gedacht. Präventive Projekte sind für diese Zielgruppe erst im Entstehen begriffen.

Unfälle und Todesursachen von Kindern und Jugendlichen
Unfälle und im Besonderen Strassenverkehrsunfälle sind die häufigste Todesursache von Kindern zwischen 5 und 16 Jahren. In der Schweiz werden jährlich rund 2'500 Strassenverkehrsunfälle mit Kindern registriert. Die effektive Zahl der verunfallten Kindern ist jedoch weit höher. 40% aller Unfälle passieren auf dem Schulweg. Rund 12% der Kinder, die in Strassenverkehrsunfällen erhebliche Verletzungen davon tragen, bleiben für den Rest ihres Lebens behindert. Die Gefahren des Strassenverkehrs zwingen viele Eltern dazu, ihre Kinder immer ins Freie zu begleiten. Untersuchungen zeigen, dass diese Kinder Defizite in der sozialen und motorischen Entwicklung aufweisen. Präventionsmassnahmen können an vielen Stellen ansetzten. Zum Beispiel durch Tempolimiten und indem die Sicherheitsvorkehrungen im Innern der Fahrzeuge verbessert und konstruktive Massnahmen am Auto selbst ausgeführt würden.
Der Tod im Jugendalter ist in der Schweiz ein sehr seltenes Ereignis. Unfälle und Gewalt (siehe auch Kap. Jugendsuizid) sind in zwei Drittel der Fälle die Todesursache Jugendlicher. Daneben bilden Krebserkrankungen und Krankheiten des Kreislaufsystems nennenswerte Todesursachen bei Jugendlichen.

Die Ernährung von Kindern und Jugendlichen
Das gute Angebot an Lebensmitteln in der Schweiz garantiert im Grunde eine optimale Ernährung für alle Kinder und Jugendlichen. Probleme ergeben sich vor allem im Ernährungsverhalten. Daten einer nationalen Stichprobenuntersuchung haben aufgezeigt, dass bereits im vorpubertären Alter fast ein Fünftel der Kinder im Alter von 10 - 13 Jahren, vorwiegend aus den unteren Sozialschichten, Übergewicht (7%) oder ein Risiko zu Übergewicht (12%) aufweist. Die Gründe liegen in einer Überkonsumation von Fett und Zucker. Übergewicht erhöht die Wahrscheinlichkeit an Herz-Kreislauf-Störungen im Erwachsenenalter zu erkranken und stellt ein volkswirtschaftliches Risiko dar.
Bei den Jugendlichen nimmt der Konsum von Süssigkeiten im allgemeinen mit steigendem Jugendalter zu. Zudem prägt der Verzehr von fettreichem Fastfood das Ernährungsverhalten der Jugendlichen zusehends. Ferner haben Wertvorstellungen einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf das Essverhalten Jugendlicher. Der Wunsch einem bestimmten Körperbild zu entsprechen, eine Traumfigur zu haben, hat zur Folge, dass bereits 57% der Schülerinnen (gegenüber 14% der Schüler), teilweise sogar mehrmals, versucht haben, Diät zu halten.
Zur Prävention von ernährungsbedingten Krankheiten im Erwachsenenalter sind Ernährungsserziehung und gesundheitsfördernde Massnahmen in Schulen und Berufsschulen deshalb unerlässlich.

Essstörungen
Essstörungen wie Magersucht (Anorexia nerviosa) und Bulimie treten meist während der Adoleszenz auf. Dieser Lebensabschnitt ist geprägt durch Verunsicherung, da Fragen der Identitätsfindung im Zentrum stehen. Magersucht und Bulimie gehören zu den häufigsten psychosomatischen Erkrankungen bei weiblichen Jugendlichen. Gemäss Viertem schweizerischem Ernährungsbericht leiden 0,5 bis 1% der weiblichen Adoleszenten an Magersucht und 1 bis 3% an Bulimie. Die Tendenz der Neuerkrankungen ist steigend. Auch männliche Jugendliche sind vermehrt davon betroffen.
Magersucht und Bulimie gelten als schwere psychische Erkrankungen mit Suchtcharakter. Die Ursachen sind zum einen in gesellschaftlichen Veränderungen sowie der Propagierung eines Schlankheitsideals zu suchen, das dem natürlichen Körperbau der meisten Frauen gar nicht entspricht. Essgestörte junge Frauen glauben, dass, wenn sie erst einmal ihre Traumfigur erreicht haben, sich ihre Ängste und Schwierigkeiten auflösen. Zum andern werden Essstörungen oft als Ausdruck einer problematischen Familiensituation gedeutet. In etwa einem Drittel der Fälle steht die Krankheit in direktem Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch. Häufig werden bei den Betroffenen Persönlichkeitsmerkmale, wie geringes Selbstwertgefühl, Kontaktprobleme, Zwanghaftigkeit und Perfektionismus, ein negatives Körperbild und Probleme mit der Bewältigung von Stress, festgestellt. Um die Krankheit in den Griff zu kriegen, sollten Betroffene möglichst schnell professionelle Hilfe aufsuchen, und Mitbetroffene an der Beziehung zu den Erkrankten festhalten und diese durch Gespräche mit ihren Gefühlen und Überzeugungen konfrontieren.

Kinder und Jugendliche und AIDS / HIV
Von 1985 bis zum Jahre 2000 wurden in der Schweiz bei Kindern und Jugendlichen von 0 bis 18 Jahren insgesamt 927 HIV-Infektionen gemeldet. An Aids erkrankten im selben Zeitraum ungefähr 110 Kinder und Jugendliche. Bei HIV-infizierten Kindern wird eine hohe Dunkelziffer vermutet. Zahlenmässig nicht erfasst sind diejenigen Kinder und Jugendlichen, die von HIV/ Aids indirekt betroffen sind. Gesamthaft ist die Zahl der neu diagnostizierten Infektionen in der Schweiz zurückgegangen. Die häufigste Ursache von HIV-Infektionen ist seit 1990 die Übertragung auf heterosexuellem Weg.
Evaluationen der Aidsprävention zeigen, dass die Aidspräventions-Botschafen bei den Jugendlichen im allgemeinen gut angekommen sind und sich ihr Schutzverhalten verbessert hat. Sozial benachteiligte junge Menschen in Krisensituationen sind jedoch nach wie vor einem besonderen Risiko ausgesetzt.

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Suchtmittelkonsum von Kindern und Jugendlichen

Alkoholkonsum
Die Mehrheit der Schweizer Jugendlichen konsumiert Alkohol. Knapp 1% der Jugendlichen zwischen 11 und 15 Jahren konsumiert ihn täglich, 10,8% einmal pro Woche und 25,9% mindestens einmal im Monat. Seit 1986 hat sich die Anzahl der Mädchen, die wöchentlich Alkohol trinkt von 8,5% auf 17, 4% gar verdoppelt. Bei älteren Jugendlichen konsumiert fast die Hälfte der männlichen und ein Drittel der weiblichen Jugendlichen einmal bis mehrmals pro Woche Alkohol. Lehrtöchter und Lehrlinge konsumieren deutlich mehr Alkohol als Schülerinnen und Schüler. Nur ein Fünftel der Jugendlichen lebt abstinent. Jugendliche trinken bei geselligen Anlässen. Daneben gibt es eine beträchtliche Anzahl, die trinken, um ihre Sorgen zu vergessen oder weil sie deprimiert sind. Täglicher Alkoholkonsum kommt bei Jugendlichen eher selten vor, Trunkenheit hingegen ist ein weit verbreitetes Phänomen. In einer nationalen Studie der 90er Jahre gaben ein Viertel der weiblichen und 43% der männlichen Jugendlichen an, im letzten Monat mindestens einmal betrunken gewesen zu sein. Auch alkoholhaltige Limonaden (Alcopops) sind vielen Kindern und Jugendlichen ein Begriff. Eine Umfrage der schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und Drogenprobleme ergab, dass Alcopos vor allem unter Jugendlichen in der Deutschschweiz etabliert sind. 22% der Teenager bezeichnen Alcopos als das von ihnen am häufigsten konsumierte alkoholische Getränk. Vor allem bei 14- bis 16jährigen Mädchen sind Alcopos beliebt.

Rauchen
Der Tabakkonsum ist das häufigste Suchtmittel von Jugendlichen und der Anteil Jugendlicher, die rauchen hat in den letzten Jahren stark zugenommen. 1997 rauchten bei den 15- bis 19-jährigen 42% der Männer und 38% der Frauen. Im Vergleich zu 1992 bedeutet dies eine Zunahme von 42% bei den Männern und 110% bei den Frauen. Eine neuere Umfrage der schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Dogenprobleme bei Schülerinnen und Schülern aus dem Jahre 1999 bestätigt diesen Trend weiter. So stieg bei den 15-jährigen SchülerInnen der Anteil der regelmässigen Raucher von weniger als 15% im Jahre 1986 auf mehr als 25% im Jahre 1998. Bei den 13jährigen Schülern hat sich der regelmässige Konsum im selben Zeitraum von weniger als 3% auf 7% mehr als verdoppelt. 29% der 15jährigen Jungen und 25% der Mädchen im gleichen Alter konsumiertsen 1998 täglich 5 und mehr Zigaretten. Damit befindet sich über ein Viertel der RaucherInnen in der "Hochrisiko"-Gruppe. Lehrtöchter und Lehrlinge rauchen deutlich mehr als SchülerInnen. Auch beim Tabakkonsum zeigt sich, ähnlich wie beim Alkohol, dass vor allem der Berufseinstieg mit erheblichen Suchtrisiken verbunden ist. Seit mehreren Jahren sinkt das durchschnittliche Einstiegsalter kontinuierlich und liegt zur Zeit bei ungefähr 16 Jahren.
Mit verschiedenen Präventionskampagnen und -projekten wird von Bundesseite her versucht, das Nichtrauchen zu fördern und dem steigenden Tabakkonsum unter Jugendlichen entgegenzuwirken.

Konsum psychotroper Stoffe
In den letzten 10 Jahren hat der Cannabiskonsum bei den Jugendlichen stark zugenommen. Laut einer Befragung der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Dorgenprobleme (SFA) ist Cannabis mit 27% bei den 15-jährigen Schülerinnen und Schülern und mit 17% bei den 14-jährigen die am weitesten verbreitete Droge. Medikamente, die als Drogen eingenommen werden, konsumieren 3,5% der 15-Jährigen gefolgt von halluzinogenen Plizen (3,2%) und Aufputschmittel wie Amphetamine, Methaphetamine und Speed, die von 3% der Schülerinnen und Schüler eingenommen werden. LSD, Kokain, Heroin und Ecstasy sind mit 1,5% die am seltensten konsumierten Drogen. Jugendliche, die in keiner Ausbildung stehen, kosumieren gemäss einer Studie des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin aus dem Jahre 1994 massiv häufiger und regelmässier harte Drogen (15-20%). Während mehr als die Hälfte der Jugendlichen halluzinogene Pilze, Aufputschmittel und Medikamente, die als Drogen eingenommen werden, nur einmal in ihrem Leben ausprobiert haben, wenden über 50% der Jugendlichen, die Haschisch konsumieren diese Droge regelmässiger an. Mädchen konsumieren mit 19% weniger häufig Drogen als Jungen (27%).
Vom Bundesamt für Gesundheit wurde 1998 das Projekt supra-f lanciert. Das Präventionsprogramm erfasst Kinder und Jugendliche von 7 bis 20 Jahren. Es stellt ihnen ein breites Angebot von sozialpädagogischen Hilfestellungen zur Verfügung.

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Jugendsuizid

Die Schweiz weist verglichen mit anderen industrialisierten Ländern eine der höchsten Selbstmordraten unter Jugendlichen auf. Pro Jahr nehmen sich durchschnittlich 110 junge Menschen zwischen 15 und 20 Jahren das Leben. Die Zahl der geplanten bzw. misslungenen Selbsttötungen ist nicht bekannt, liegt aber um ein Vielfaches höher. Suizidversuche, die nicht auf ein Gelingen angelegt sind, sind bei jungen Menschen zudem deutlich höher als bei Erwachsenen. Erklärungsansätze für ein erhöhtes Suizidrisiko bei Kindern und Jugendlichen, welche Hinweise auf die Prävention geben könnten, sind bisher wenige vorhanden. Eine Rolle können soziale Desintegration - hier sind besonders auch Jugendliche ohne Ausbildungsplatz gefährdet - sowie psychisch stark belastende Erlebnisse spielen. Viele Jugendliche, die Selbsttötungsversuche unternehmen, leiden zudem unter Depressionen. Oft geht dem Suizid eine ernsthafte psychische Erkrankung voraus, so dass es dann für die suizidale Handlung nur eines auslösenden Ereignisses bedarf. Eine nicht zu unterschätzende Anzahl Jugendlicher versucht sich sogar mehrmals das Leben zu nehmen, weshalb die Nachbetreuung so wichtig ist. Weitere Präventionsmassnahmen zielen auf die Sensibilisierung von Bezugspersonen, Interventionen in Schulen und Gemeinden nach Suiziden oder auf Richtlinien für Medienschaffende. Letztere sollen verhindern, dass Medienberichte über Suizide zu Nachahmungen führen.

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Gewalt gegen Kinder und Jugendliche

Kinder erleben Gewalt auf sehr unterschiedliche Weise. Als wichtigste Formen von Gewalt gelten physische und psychische Misshandlung, Vernachlässigung, sexuelle Ausbeutung sowie strukturelle Formen der Gewalt wie Armut, Strassenverkehr, schlechte Wohnverhältnisse, Luft- und Umweltverschmutzung. Vermehrt wird heute auch von Gewalt gesprochen, wenn die Rechte der Kinder verletzt werden. In der Praxis treten die verschiedenen Gewaltformen nicht isoliert, sondern in Kombination auf.

Physische und psychische Gewalt gegen Kinder und Jugendliche
Kinder werden mit Gewalt an den unterschiedlichsten Orten konfrontiert, im sozialen Nahbereich von Familie, Verwandten und Bekannten, in der Schule sowie im Sport- und Freizeitbereich.
Die meisten Fälle von Gewalt gegen Kinder werden jedoch nie aufgedeckt, weil sie im privaten oder halbprivaten Rahmen stattfinden und den strafrechtlichen Behörden nie gemeldet werden. Zudem wird ein gewisses Ausmass an Erziehungsgewalt gesellschaftlich nach wie vor toleriert. Studien weisen darauf hin, dass Ohrfeigen im Vergleich zu Fernsehverbot, Taschengeldkürzung, Ausgehverbot oder Anbrüllen die häufigste Sanktionsform darstellen. Gemäss dem 1992 erschienen Bericht des eidgenössischen Departements des Innern über Kindesmisshandlungen in der Schweiz, erhalten 38'000 Kleinkinder unter 2 1/2 Jahren regelmässig Ohrfeigen und weitere 21'000 werden geschlagen, teilweise sogar mit Gegenständen. Körperstrafen, vor allem auch bei älteren Kindern und Jugendlichen sind nach wie vor an der Tagesordnung.
Die Folgen psychischer Gewalt sind im Gegensatz zu physischer Misshandlung schwieriger festzustellen. Zu den häufigsten Formen psychischer Gewalt gehören Demütigen, Ignorieren, Terrorisieren, Ablehnen und Isolieren des Kindes. Über die Anzahl der Kinder, die von psychischer Misshandlung betroffen sind, liegen keine Daten vor. Psychische Gewalt, die verbal ausgeübt wird, geschieht jedoch täglich in grossem Ausmass. Als Hauptursache für die Misshandlung von Kindern durch ihre Eltern gilt Überforderung und Stress. Diese Faktoren sind jedoch eingebettet in ein ganzes Netz von Ursachen der Gewalt wie sozioökonomische Faktoren, gesellschaftliche Werte, familiäre und individuelle Ressourcen.

Vernachlässigung von Kindern und Jugendlichen
Zur Vernachlässigung bestehen kaum Untersuchungen. Unter Vernachlässigung versteht man, dass Kinder, die für ihr psychisches und physisches Wohlergehen notwendige Fürsorge wie Ernährung, Pflege, gesundheitliche Vorsorge, Aufsicht und Anregung zur geistigen, emotionalen und sozialen Entwicklung nicht erhalten. Dadurch können für die betrofffenen Kinder Entwicklungsdefizite entstehen. Vernachlässigung spielt bei vielen Fällen von Kindsmisshandlung eine wichtige Rolle. Der eidgenössische Bericht über Kindesmisshandlungen in der Schweiz von 1992 ergab, dass bei 456 von 1'155 gemeldeten Fällen von Kindsmisshandlung, die Kinder auch unter Vernachlässigung litten.

Sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen
Ungefähr jedes dritte bis vierte Mädchen und jeder siebte bis achte Knabe werden zwischen dem ersten und sechzehnten Altersjahr Opfer sexueller Übergriffe. Am stärksten gefährdet sind Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren, wobei Mädchen häufiger betroffen sind. Meist stammen die Täter aus dem sozialen Umfeld der Kinder und sind ihnen entweder verwandt oder zumindest bekannt. Fachleute meinen, dass bei den Tätern nicht sexuelle Motive im Vordergund stehen, sondern es sich dabei um eine Demonstration von Macht und Überlegenheit von Erwachsenen gegenüber Kindern oder Jugendlichen handelt. Meist zwingen die Täter (in ca. 10 % der Fälle die Täterin) die Kinder unter starkem Druck die sexuelle Ausbeutung geheim zu halten, was dazu führt, dass die sexuellen Übergriffe kaum oder nur in verschlüsselten Botschaften geäussert werden. Viele sexuell ausgebeutete Kinder und Jugendliche können über ihre traumatischen Erlebnisse erst im Erwachsenenalter sprechen. Nicht selten geschieht dies im Zusammenhang mit Psychotherapien. Bei sexueller Ausbeutung, die innerhalb der Familie stattfindet, sind Aufdeckung und Intervention besonders schwierig. Selbst wenn eine sexueller Missbrauch erkannt wird, ist eine Strafanzeige sorgfältig abzuwägen, da diese für das sexuell ausgebeutete Kind oft mit weitreichenden Konsequenzen verbunden ist. Handelt es sich beim Täter um einen nahen Verwandten, geraten die Kinder meist in einen schwerwiegenden Loyalitätskonflikt.
Zur Prävention sexueller Ausbeutung muss auf verschiedenen Ebenen angesetzt werden. Veränderungen sollten gesellschaftliche, politische, institutionelle und persönliche Bereiche umfassen und in einem ersten Schritt bei den Erwachsenen ansetzen.

Kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen
Kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen gibt es auch in der Schweiz. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Arbeitsgemeinschaft gegen die kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern. Das Thema ist jedoch stark tabuisiert. Über die Anzahl der Kinder, die von kommerzieller sexueller Ausbeutung betroffen sind, bestehen weder Angaben noch Schätzungen. Die Formen kommerzieller sexueller Ausbeutung reichen von Vätern, die ihre Töchter vergewaltigen und dafür bezahlen, über Eltern und Verwandte, die ihre Kinder an gut zahlende Täter verkaufen bis zu Jugendlichen, die vor Gewalt von zu Hause auf die Strasse fliehen, wo sie mit Prostitution zu überleben versuchen. Auch hier kann davon ausgegangen werden, dass ein Grossteil der sexuellen Ausbeutung im sozialen Nahraum der Kinder geschieht. Dieser private und halbprivate Bereich ist jedoch kaum zugänglich, was eine Aufdeckung äusserst schwierig macht.
Kommerziell sexuell ausgebeutete Kinder sind in einer Spirale von Gewalt und Abhängigkeit gefangen und haben kaum die Möglichkeit gesunde, durch Vertrauen geprägte Beziehungen aufzubauen. Sie sind schutzlos der Gewalt ausgeliefert, weil diejenigen, die sie beschützen sollen, meist auch jene sind, welche sie sexuell ausbeuten. Häufig haben diese Kinder kaum die Möglichkeit Anprechpersonen zu finden, da sie von ihren Tätern sozial isoliert werden.
Kommerziell sexuell ausgebeutete Kinder leiden an schwerwiegenden physischen und psychischen Krankheiten. Sie entwickeln ein starkes Suchtverhalten, tendieren zu Selbstverletzungen und sind suizidgefährdet.

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Jugendgewalt in der Schweiz

Gewaltdelikte Jugendlicher haben seit Beginn der 90er Jahre zugenommen, jedoch in geringerem Ausmass als amtliche Statistiken Tatverdächtiger suggerieren. Verlässliche Zahlen existieren nicht, da entsprechende Langzeituntersuchungen fehlen. Jugendgewalt stellt aber nach wie vor nur einen kleinen Teil der Gewaltausübung in der Gesellschaft dar. Sie umfasst destruktive und aggressive Handlungen gegenüber Sachen und Personen. Leichtere Formen von Gewalt sind bei Jugendlichen ziemlich verbreitet und stellen jugendspezifische Delikte dar. Männliche Jugendliche üben deutlich mehr Gewaltdelikte ausüben als weibliche. Am meisten Gewaltdelikte begehen Jugendliche im Alter von 16 bis 17 Jahren. Meist üben Jugendliche die Gewaltdelikte nicht allein aus, sondern schliessen sich zu Jugendbanden zusammen. Untersuchungen haben gezeigt, dass der Sozialstatus der Jugendlichen nur indirekt, das heisst über den Erziehungsstil und die Art der Beziehungen innerhalb der Familie, das Gewaltverhalten der Jugendlichen beeinflusst. Seltener als vielleicht vermutet wird, führen arbeitslose Jugendliche Gewaltdelikte aus. Gemäss einer Studie des Nationalfonds kommen Gewaltdelikte in grossen Schulhäusern häufiger vor. Erhalten Schülerinnen und Schüler jedoch die Möglichkeit am Schulleben teilzunehmen, reduziert sich ihr Gewaltverhalten.

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Lebensraum von Kindern und Jugendlichen

Kinder benötigen eine Umgebung, die ihren Bedürfnissen entspricht und in der sie sich wohl fühlen und entfalten können. Vor allem in den Städten, aber auch auf dem Land, ist der Lebensraum von Kindern immer mehr bedroht. Zunehmende Luftverschmutzung, hohes Verkehrsaufkommen, mangelnde Grünflächen, eingeschränkte Bewegungsfreiheit sowie andere Gefahren für die physische und psychische Gesundheit beeinträchtigen die harmonische Entwicklung von Kindern zusehends. In einer Umwelt, die vor allem auf die Bedürfnisse der Erwachsenen abgestimmt ist, werden die Erlebnisräume von Kindern zusehends eingeschränkt. Dies betrifft häufig auch die Wohnung, wo Kinder heute erheblich mehr Freizeit verbringen als früher. Die Mehrheit, der in der Schweiz gebauten Wohnungen ist durch eine funktionale Raumaufteilung gegliedert, welche dem Kind eine kindgerechte Aneignung und Nutzung des Raums erschweren. Es betrifft aber auch den wohnungsnahen Aussenraum, der für die Spielaktivitäten der Kinder von zentraler Bedeutung ist. Vor allem in den Städten gibt es heute kaum noch Spielräume (nicht Spielplätze), wo Kinder sich richtig austoben und entfalten können. Pro juventute hat deshalb eine Fachstelle geschaffen, welche Gestaltungsprinzipien für Aussenräume sowie für kindergerechtes und familienfreundliches Bauen entwickelt hat. Diese Gestaltungsleitlinien sind als Anregung gedacht und richten sich zur besseren Entscheidungsfindung an PlanerInnen, ArchitektInnen, Bauverwaltungen, PolitikerInnen und ErziehrInnen.

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Partizipation von Kindern und Jugendlichen

Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Partizipation. Das bedeutet, dass sie in Angelegenheiten, die sie betreffen, ihre Meinung einbringen können und angehört werden und dass sie als gleichwertige Partner bei Planungen und Entscheidungen mitsprechen und mitbestimmen können. Es bedeutet aber auch, dass sie über Fragen und Themen, die sie betreffen, informiert werden.
Die wachsende Einsicht, die Anliegen von Kindern und Jugendlichen vermehrt ernst zu nehmen, hat zu verschiedenen Formen der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen geführt. Unterschieden wird zwischen Formen indirekter und direkter Partizipation. Bei der indirekten Partizipation werden die Anliegen von Kindern und Jugendlichen durch Erwachsene wahrgenommen. Beispiele dafür sind die Eidgenössische Kommission für Jugendfragen (EKJ), die kantonalen Jugendkommissionen, die Kinder- und Jugendbeauftragten in den Gemeinden sowie die verschiedenen Kinderorganisationen, Elternvereine etc..
Bei der direkten Form der Partizipation nehmen Kinder und Jugendliche ihre Interessen selbst wahr. Sie tun dies zum Beispiel innerhalb der Familie, in ihrem direkten Lebens- und Wohnumfeld, in der Schule, in Jugend- und Sportvereinen sowie in den verschiedenen Jugendparlamenten. Allerdings sind viele Kinder und Jugendliche über ihr Recht auf Partizipation nicht oder nur sehr ungenügend informiert. Können Kinder und Jugendliche schon früh ihren Alltag mitgestalten und an alltäglichen wie auch an politischen Planungen und Entscheidungen mitwirken, machen sie Erfahrungen, die für ihre Persönlichkeitsentwicklung, ihr Verantwortungsbewusstsein und den Erwerb von sozialen Kompetenzen wichtig sind. Die Formen der Partizipation müssen jedoch dem Alter und Entwicklungsstand der Kinder und Jugendlichen angepasst werden, denn die Partizipationsstrukturen der Erwachsenen eignen sich nur bedingt für Kinder und Jugendliche. pro juventute hat eine Fachstelle geschaffen, die Projekte, Beratungen, Analysen und Weiterbildungsveranstaltungen anbietet, wie mit kindergerechten Methoden eine altersgerechte Mitbeteiligung von Kindern und Jugendlichen ermöglicht werden kann.

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Familienergänzende Kinderbetreuungseinrichtungen

Veränderte Familienstrukturen, der Wunsch vieler Frauen Erwerbs- und Familienarbeit zu vereinen, sowie die Tatsache, dass ein Erwerbseinkommen - vor allem bei jungen Familien - vermehrt für den Unterhalt der Familiengemeinschaft nicht mehr ausreicht, lassen den Ausbau familienergänzender Betreuungseinrichtungen immer notwendiger werden.
In der Schweiz ist das Angebot an Krippen, Horte, Spielgruppen, Tagesmütter oder -eltern immer noch ungenügend. Schätzungen gehen davon aus, dass der tatsächliche Bedarf noch nicht einmal zu einem Zehntel gedeckt ist (Eidg. Kommission für Frauenfragen, 1992). Auch variiert in der Schweiz das Angebot je nach Landesregion aufgrund unterschiedlicher Sozialisations- und Integrationskonzepte. Ganztägige Betreuungseinrichtungen für alle Kinder ab dem dritten Altersjahr ("Tessiner Modell") stehen bis jetzt nur in der italienischsprachigen Schweiz zur Verfügung.
Eine Erhebung des BFS aus dem Jahr 1994 hält fest, dass die Mehrheit der Kinder im Vorschulalter entweder von nahen Verwandten, Tagesmüttern oder in einer Krippe betreut werden, kommt aber zum Schluss, dass 45% der schulpflichtigen Kinder in der schulfreien Zeit keine Betreuung erhalten. Obwohl Schulkinder in der Regel nicht gleich betreut werden müssen wie Kleinkinder, erweist sich die Tatsache, dass immer mehr Kinder als sogenannte "Schlüsselkinder" aufwachsen als nicht ganz unproblematisch.
Denn Kinder, die immer öfter sich selbst überlassen sind, fühlen sich häufig überfordert und können in ihren Entwicklungsmöglichkeiten gefährdet sein.

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Scheidung

In der Schweiz werden heute über 40% aller Ehen geschieden. Ehescheidungen haben in allen westlichen Industrieländern in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. In der Hälfte aller Scheidungen sind davon minderjährige Kinder und Jugendliche betroffen. Seit der Inkrafttretung des neuen Scheidungsrechts (1. 1. 2000) haben Kinder und Jugendliche ein Recht auf Anhörung in bezug auf das Sorge- und Besuchsrecht. Die Probleme, die Kinder im Falle einer Scheidung zeigen können, sind unterschiedlich und hängen von der Altersstufe und der psychischen Konstitution des Kindes ab. Nach einer Scheidung der Eltern bleiben die meisten Kinder bei der Mutter. Der mit der Trennung verbundene Weggang des Vaters stellt für das Kind jedoch ein einschneidendes und anhaltendes Erlebnis dar. Dem Vater wird im Normalfall ein Besuchsrecht gewährt. Sorgerecht und Besuchsrecht sind aber in vielen Fällen Gegenstand rechtlicher Auseinandersetzungen. Nach neuem Scheidungsrecht muss bei der Zuteilung der elterlichen Sorge und der Regelung des persönlichen Verkehrs auf die Meinung des Kindes Rücksicht genommen werden.
Für das Kind ist die Aufrechterhaltung des Kontakts zum nichtsorgeberechtigten Elternteil sehr wichtig. Dem Kindeswohl würde es am Besten entsprechen, wenn die Eltern ihre Beziehung nach der Scheidung so konfliktfrei wie möglich halten könnten und eine Regelung finden würden, die es zulässt, dass beide Eltern wichtige Bestandteile des kindlichen Beziehungsnetzes bleiben. Nicht selten stehen dem Kind zur Aufrechterhaltung des Kontakts zum nichtsorgeberechtigten Elternteil jedoch Hindernisse im Weg. Scheidungsmediation, Scheidungskindergruppe, begleitetes Besuchsrecht - zum Teil in der Form sogenannter Besuchstreffs - sollen Möglichkeiten und Hilfestellungen bieten, die Aufrechterhaltung der weiteren Kontaktmöglichkeiten zwischen nichtsorgeberechtigtem Elternteil und Kind zu gewährleisten. pro juventute und andere Organisationen betreiben in der Deutschschweiz rund 20 Besuchstreffs.

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