Über 30'000 Kinder erhalten Förderung in Finanzkompetenz

28.11.2011

Pro Juventute macht auf die Bedeutung von Lehrmodulen zur Prävention von Jugendverschuldung aufmerksam.

Bildung in Finanzthemen muss viel früher beginnen, als das derzeit geschieht. Das halten Fachleute heute fest. Pro Juventute macht daher auf die Bedeutung von entsprechenden Lehrmodulen für Schulen aufmerksam. Die Stiftung fordert seit längerem die Verankerung des Themas in den Lehrplänen, wie sie kürzlich verabschiedet wurde, und setzt sich mit Schulprojekten für die Prävention der Jugendverschuldung ein. Gemäss aktuellster Zahlen erhalten über 30'000 Kinder zwischen 4 und 12 Jahren Förderung in Finanzkompetenz.

Der Umgang mit Geld und Finanzen soll frühzeitig und verbindlich an den Schulen gelehrt werden. So will es die kürzlich verabschiedete Grobstruktur des Lehrplans 21. Wie wichtig ein solcher Unterricht ist, halten heute Experten fest. Bildung in Finanzthemen müsse viel früher beginnen, sagt Günter Hobein, Professor an der Zürcher Hochschule in Winterthur, der das Finanzwissen von Schweizer Jugendlichen untersuchte, heute in der NZZ am Sonntag. Finanzielles Halbwissen dagegen fördere die Selbstüberschätzung. 

Das beobachtet die Stiftung Pro Juventute auch bei der Pro Juventute Beratung und Hilfe 147. Viele Anrufende suchen Hilfe wegen Schulden. Kreditkarten, Online-Bestellungen, Handyrechnungen und anderes: Viele Jugendliche sind überfordert mit dem Thema Konsum und Budgetplanung. Die Stiftung legt daher einen ihrer strategischen Schwerpunkte auf die Prävention von Jugendverschuldung und die Förderung von Finanzkompetenz. Mit den beiden Lehrmodulen Pro Juventute Kinder-Cash und Pro Juventute Potz Tuusig lernen Kindergärtner und Primarschüler einen bewussten Umgang mit Geld und Finanzen (www.kinder-cash.ch, www.potz-tuusig.ch).  

Über 30'000 Kinder und Jugendliche erhalten gemäss aktuellster Zahlen mit den Lehrmodulen der Stiftung Förderung in Finanzkompetenz. Seit dem Start der beiden Schulprojekte fordert Pro Juventute auch die Verankerung der Finanzkompetenz in die Lehrpläne.  

«Die Aufnahme der Finanzkompetenz in die Lehrpläne ist ein Erfolg für alle Exponenten, die sich für die Prävention der Jugendverschuldung einsetzen», sagt Stephan Oetiker, Direktor von Pro Juventute. Die Stiftung befürwortet den Entscheid der Deutschschweizer Erziehungsdirektoren. Ebenso begrüsst die Stiftung vermehrte wissenschaftliche Erhebungen zum Thema. «Wir begrüssen die Studie der Zürcher Hochschule in Winterthur», sagt Oetiker. «Solche Ergebnisse zeigen, warum die Prävention von Jugendverschuldung so wichtig ist.»

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Verantwortlicher Kommunikation / Mediensprecher
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Wir machen uns stark für Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern in der Schweiz

Pro Juventute unterstützt Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern auf dem Weg zu selbst- und sozialverantwortlichen Persönlichkeiten. Mit vielfältigen Angeboten hilft die Stiftung direkt und wirkungsvoll. Sie bietet spannende und gut frequentierte Programme und Dienstleistungen, wie die Pro Juventute Beratung + Hilfe 147 oder die Pro Juventute Elternberatung an. Davon profitieren jährlich rund 270'000 Kinder und Jugendliche und 100‘000 Eltern in der Schweiz.

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