Kinder haben Rechte - Kinderrechte

Kinder haben Rechte! Kein Mensch ist das Eigentum eines anderen. Was heute vielerorts selbstverständlich ist, war lange nicht so. Bis zur Neuzeit galt: Ein Kind ist das Eigentum seiner Eltern. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts begann sich das Bewusstsein durchzusetzen, dass das Kind kein Eigentum ist und besonderen Schutz benötigt. 1989 verabschiedet die UNO die UNO-Kinderrechtskonvention. Das Ziel: Alle Kinder der Welt sollen die gleichen Rechte haben.

Kinderrechte in den Alltag übersetzt

Die Kinderrechtskonvention umfasst 54 Artikel. Das E-Book «Kinderrechte im Alltag» erklärt sie einfach verständlich anhand von Beispielen aus dem Alltag von Kindern.

Kinderrechtsspiel

Damit Kinder, Jugendliche und Erwachsene spielerisch ihr Wissen über die Rechte der Kinder überprüfen oder erweitern können, hat Pro Juventute das Kinderrechtsspiel entwickelt. Es eignet sich zur Unterhaltung in der Familie oder als Unterrichtselement im Schulunterricht.

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Unser exklusives Kinderrechts-Set

Das E-Book «Kinderrechte im Alltag» erklärt einfach und verständlich die Kinderrrechte anhand von Beispielen aus dem Alltag von Kindern. Das lustige Kinderrechtsspiel hilft die Rechte zu verinnerlichen.

 

So wird das Kinderrechtsspiel gespielt

Es braucht mindestens zwei Spielende. Eine Spielerin hält das Kinderrechtsspiel in der Hand und der Spielpartner nennt eine Zahl. Die Spielerin öffnet und schliesst das Kinderrechtsspiel bis die genannte Zahl erreicht ist. Aus den vier Symbolen wählt der Spielpartner ein Symbol aus und versucht zu erraten, um welches Kinderrecht es sich handelt. Die Auflösung erscheint, wenn der Spieler, die Spielerin die Seite aufklappt. Jede richtige Antwort ergibt einen Punkt. Viel Spass!

Kinder mitreden lassen

Wenn wir Kinder ernstnehmen möchten, müssen wir sie auch anhören und ihnen eine Möglichkeit zur Mitsprache einräumen. Die 54 Artikel der Kinderrechte basieren auf den Prinzipien Kinder nicht zu diskriminieren, das Kindeswohl zu wahren und Kindern eine Stimme zu geben. So wird ein Rahmen definiert, Schutz geboten und Mitbestimmung garantiert. In der Bevölkerung ist zwar bekannt, dass es Kinderrechte gibt, doch nur ein Bruchteil der Leute weiss, worum es wirklich geht. Dass die Rechte des Kindes im Bewusstsein der Öffentlichkeit besser verankert sind, ist entscheidend für eine wirkungsvolle Umsetzung.

Freiräume für Kinder und Jugendliche

Um sich zu entfalten, brauchen Kinder Zeit und Raum zum Spielen, zum Ideen aushecken, um auf Entdeckungsreisen zu gehen. Freie Zeit, ohne Leistungsdruck und Aufsicht, ist für die Entwicklung notwendig. Doch die Räume sind eng geworden. Der Verkehr nimmt viel Platz ein und bei der Planung von Städten und Gemeinden werden die Bedürfnisse der Kinder nicht oder zu wenig berücksichtigt. So mangelt es an kindgerechten Lebensräumen und Spielplätzen. Auch eine Tendenz zur Überbehütung und zur Kontrolle macht sich breit. Es gilt, zusammen mit den Kindern, den Spielraum zurückzuerobern. Denn Kinder und Jugendliche brauchen für eine gesunde Entwicklung Freiräume und Mitspracherecht.

Elterliche Fürsorge und Kinderrechte

Aufgabe der Eltern ist es, dafür zu sorgen, dass es ihrem Kind gut geht, seine Bedürfnisse gedeckt sind und es gesund bleibt. Jedes Kind soll sich altersentsprechend entwickeln, in die Schule gehen, lernen, spielen und mit andern Kindern zusammen sein dürfen. Auch das Recht der Kinder, ihre Meinung zu äussern und angehört zu werden, ist in den Kinderrechten verbrieft. Eine gewaltfreie Erziehung, sowie der Schutz vor sexueller Ausbeutung sind Forderungen, die ebenfalls allen Kindern zustehen und zur Selbstverständlichkeit werden müssen. Da die meisten Kinder die Kinderrechte gar nicht kennen, tut Aufklärung Not. Wichtig ist, dass Kinder über ihre Rechte Bescheid wissen und ihnen bewusst ist, dass Erwachsene diese Rechte einhalten müssen. In dieser Hinsicht muss die Öffentlichkeit noch stärker sensibilisiert werden.

Kinder sind kein Eigentum

In den letzten hundert Jahren hat sich das Kindsein grundlegend gewandelt. Früher wurden Kinder als Eigentum der Eltern betrachtet. Das führte dazu, dass sie oftmals wehrlos waren und missbraucht wurden. Erst im 20. Jahrhundert begann sich das Bewusstsein durchzusetzen, dass Kinder besonderen Schutz benötigen. Inzwischen werden Kinder zunehmend als eigenständige Persönlichkeiten wahrgenommen. Es werden ihnen eigene Rechte zugestanden und ihr Wohl wird in den Vordergrund gestellt. 1997 hat auch die Schweiz die UNO-Kinderrechtskonvention unterschrieben und sich verpflichtet, die Umsetzung zu garantieren.

Links

Die Schweiz hat am 24. Februar 1997 die UNO-Kinderrechtskonvention ratifiziert. Für Kinder und Jugendliche in der Schweiz bedeutet das aber nicht, dass ihre Rechte auch wirklich gewährleistet sind. Nach wie vor bestehen bei der Umsetzung der Kinderrechte grosse Unterschiede zwischen den Kantonen. In der Schweiz sollten vor allem die Rechte von Kindern aus wirtschaftlich und sozial benachteiligten Familien, Kindern mit Behinderungen und Kindern mit Migrationshintergrund verbessert werden.
Pro Juventute setzt sich dafür ein, dass die UNO-Kinderrechtskonvention in der Schweiz konsequent angewendet wird.

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