Spielen ohne Grenzen in Asyl- und Durchgangszentren

Spielen ist ein Grundbedürfnis von Kindern. Auf einem von Angst und Not geprägtem Fluchtweg hat es aber kaum Platz für das spielerische Wesen des Kindes. Dabei ist genau für diese Kinder mit all ihren traumatischen Erlebnissen besonders wichtig, sich im Spiel zu vertiefen, Kind sein zu dürfen und so etwas Normalität im belasteten Alltag zu erleben. Daher hat Pro Juventute gemeinsam mit C&A das Projekt «Spielen ohne Grenzen» lanciert.

Mit dem Spielbus der Fachstelle SpielRaum besuchen wir Asyl- und Durchgangszentren. Den Kindern wird jeweils eine Woche lang ein Spielraum eröffnet und eine Bau- und Mitmacherfahrung ermöglicht. In spielerischen Sequenzen bauen die Mitarbeitenden der Fachstelle SpielRaum und freiwillige Helfer von Pro Juventute gemeinsam mit den Kindern und ihren Bezugspersonen aus Alltags- und Recyclingmaterialien Bewegungsgeräte wie Pneuscooter, Wippen und Klettergestelle und stellen dauerhaft Spielgeräte zur Verfügung. Neben dem Herstellen von Spielmaterial unterstützen die Animatorinnen und Animatoren vor Ort auch das freie, selbstbestimmte Spiel der Kinder.

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Dazu kommen fünf Einsätze eines Schreinerteams, das auf die Gestaltung von Spielräumen spezialisiert ist, in Familienzentren und UMA-Zentren (Zentren für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge). Zusammen mit den Jugendlichen werden dauerhafte Ausseninstallationen errichtet: vom Montieren von Klettergriffen an einer Wand über ein fundamentiertes Klettergerüst aus Holz bis hin zu einem Sandkasten – alles entsteht partizipativ vor Ort.

Am Ende der Projektwoche verfügen die Zentren über eine kleine Ludothek mit dem hergestellten und gesammelten Spielmaterial sowie über verschiedene neue Ausseninstallation, welche auch neu ankommenden Flüchtlingskindern zugänglich sind. In den Zentren wird durch das Projekt «Spielen ohne Grenzen» eine Spielkultur initiiert, bei der die Kinder spielerisch und aktiv ihren Spielraum beanspruchen und daran teilhaben können.

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Multikulturelles Spielfest zusammen mit der lokalen Bevölkerung

Jeweils am Mittwochnachmittag in der Projektwoche werden die Türen des SpielBusses auch für die lokale Bevölkerung geöffnet und es wird ein buntes Spielfest gefeiert. Dabei entsteht Raum für die Interaktion zwischen Kindern (und ihre Bezugspersonen) der Durchgangszentren und Kindern (und ihre Bezugspersonen) der lokalen Bevölkerung. Das Projekt «Spielen ohne Grenzen» will damit die Öffentlichkeit für kinder- und familienfreundliche Asyl- und Durchgangszentren und die Bedürfnisse der Flüchtlingskinder sensibilisieren.

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Daten der Tournée «Spielen ohne Grenzen» 2017

  • 19. – 23. Juni 2017: Losone TI – SpielBus
  • 3. / 4. Juli 2017: Grindelwald BE – Schreinerteam
  • 10. / 11. Juli 2017: Täuffelen BE – Schreinertream
  • 10. – 14. Juli 2017: Aarwangen BE – SpielBus
  • 17. – 21. Juli 2017: Aeschi bei Spiez BE – SpielBus
  • 7. – 11. August 2017: Saint-Gingolph VS – SpielBus
  • 14. – 18. August 2017: Crissier VD – SpielBus und Schreinerteam
  • 22. / 23. August 2017: La Chaux-de-Fonds NE – Schreinerteam
  • 21. – 25. August 2017: Aarau AG – SpielBus
  • 28. August – 1. September 2017: Untersiggenthal AG – SpielBus und Schreinerteam
  • 30. Oktober – 3. November 2017: Cadro TI – SpielBus
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