Familie & Gesellschaft

Wie organisieren berufstätige Eltern die Ferienzeit?

Ferien sind toll und die Kinder freuen sich auf die schulfreie Zeit. Ganz im Gegensatz zu den Eltern, die während der Schulferien oft mit Betreuungslücken konfrontiert sind. Wir haben ein paar Tipps für die Ferienbetreuung zusammengestellt.
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Kinder bei der Kräuterkunde in einem betreuten Ferienkurs.

Familie und Beruf zu verbinden, kommt einem Balanceakt gleich: Wer holt die Kinder ab? Wer begleitet sie zu ihren Aktivitäten? Wer hilft ihnen bei den Hausaufgaben? Wer geht einkaufen, wer kocht? Es gibt so viele Dinge zu organisieren. Eine Patentlösung, wie alle Aufgaben zu bewältigen sind, gibt es nicht. Nicht selten kommt die Organisation des Alltags einer Managementaufgabe gleich. Was im normalen Schulalltag schon keine einfache Sache ist, stellt berufstätige Eltern während der Ferienzeit vor zusätzliche Probleme. 

Lösungen für Betreuungslücken 

Was macht man mit Kindern, die fünf oder gar sechs Wochen zu Hause sind? Auch wenn Eltern ebenfalls Ferien einplanen, mehr als zwei, drei Wochen haben sie wohl kaum frei und die Sommerpause ist damit längst nicht abgedeckt. Kommen noch die Frühlings, Herbst- und Winterferien dazu. Doch die wenigsten Familien können es sich zeitlich oder finanziell leisten, jedes Mal freizunehmen. Auf der Suche nach Betreuungsmöglichkeiten kommen nicht selten Grosseltern, Gotte, Götti und Freundinnen und Freunde zum Einsatz. Vorausgesetzt, sie wohnen in der Nähe, sind gesundheitlich auf der Höhe und haben Zeit. Wie bei einem Puzzlespiel werden die schulfreien Tage aufgesplittet und Lösungen gesucht, die allen behagen. 

Um unnötigem Stress entgegenzuwirken, lohnt es sich, die Schulferien frühzeitig zu planen. Vor allem bei jüngeren Kindern muss eine lückenlose Betreuung gewährleistet sein. Doch auch ältere Kinder sollten nicht sich selbst überlassen werden. 

Freizeitangebote in der Region nutzen

Zum Glück gibt es in der Ferienzeit immer häufiger attraktive Alternativprogramme, die berufstätige Eltern entlasten und Kinder ausfüllen. Die Kinder können aus einer breiten Palette an Freizeitaktivitäten vielfältige Tageskurse, abwechslungsreiche Wochenkurse und spannende Lager auswählen. Wie so oft bestehen regionale Unterschiede und je nach Wohnort gibt es mehr oder weniger Ferienangebote. 

Eine grosse Auswahl an Ferienpässen in diversen Regionen finden Sie hier.

Tipps für Eltern

  • Tauschen Sie sich mit anderen Familien aus und fragen Sie nach, wie andere Eltern mit dem Dilemma Ferien und Berufstätigkeit umgehen. Oftmals entwickelt man gemeinsam neue und kreative Lösungen. Unter Umständen ist in der Nachbarschaft auch eine gemeinsame Kinderbetreuung eine Option.
  • Fragen Sie Grosseltern, Gotte, Götti rechtzeitig an, ob Ihr Kind ein paar Tage zu Besuch kommen darf. 
  • Schauen Sie sich frühzeitig um, welche betreuten Ferienprogramme in Ihrer Region angeboten werden. 
  • Viele Unternehmen unterstützen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Versuchen Sie mit Ihrem Chef, Ihrer Chefin über die Schulferien eine familienfreundliche Regelung der Arbeitszeit auszuhandeln.
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