Mein Kind ist unberechenbar im Strassenverkehr

«Mein Sohn ist knapp zwei Jahre alt und eigentlich ein problemloses Kind. Doch manchmal reagiert er völlig unerwartet. Vor allem im Strassenverkehr macht mir seine Unberechenbarkeit richtig Angst. Wie soll ich ihm beibringen, dass er auf der Strasse nicht einfach losrennen darf?»  

M.B., 38, Zürich

Antwort von der Pro Juventute Elternberatung

Ihre Sorge ist verständlich. Das Verhalten von kleinen Kindern ist unberechenbar. Bei Zweijährigen ist der Drang, Neues zu entdecken sehr gross. Zudem ist Davonrennen und wieder Eingefangen werden zu Hause oder auf dem Spielplatz ein viel praktiziertes und beliebtes Spiel. Dass dieses Spiel auf der Strasse zu gefährlich ist, versteht es noch nicht. Zu Fuss mit Ihrem Kind unterwegs sein, braucht also Ihre volle Aufmerksamkeit.

Auch wenn Sie auf die Vernunft Ihres Sohnes noch nicht zählen können, können sie ihm die Verhaltensregeln im Strassenverkehr immer wieder erklären. 

Nehmen Sie Ihr Kind an die Hand, wenn Sie einer Strasse entlanggehen. 

Bleiben Sie geduldig und sagen Sie ihm stets aus Neue, dass Autos nicht so schnell bremsen können. Nehmen Sie Ihr Kind an der Hand, wenn Sie einer Strasse entlanggehen oder einen Fussgängerstreifen überqueren. Fordern Sie jedes Mal ein, dass es Ihnen die Hand gibt. Hilfreich ist, wenn sich Ihr Kind auf dem Trottoir auf der «Kinderseite» befindet. So können Sie die Seite benennen, die von der Strasse abgewandt ist. 

Seien Sie sich zudem bewusst, wie stark Ihre Vorbildfunktion ist. Nur zu leicht vergisst man, dass Kinder genau beobachten und unser Verhalten nachahmen. Überqueren Sie die Strasse also immer erst, wenn die Ampel Grün anzeigt, auch wenn Sie noch so in Eile sind. Machen Sie Ihr Kind darauf aufmerksam, wenn sich andere Fussgänger falsch verhalten. Wir wünschen Ihnen ein sicheres und möglichst stressfreies Unterwegssein mit Ihrem Kind. 

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