Schulanfang

Wozu braucht es den Kindergarten?

Mit dem Kindergarten beginnt die obligatorische Schulbildung. Obwohl das Kind Teil einer Gruppe ist, wird individuelle Förderung grossgeschrieben. Spielen und lernen sind eng verknüpft. Dieser Überblick zeigt, welche Aufgaben der Kindergarten erfüllt und wie Kinder spielerisch gefördert werden.
Image
Kinder sollen im Kindergarten spielen und spielend lernen.

Diesen Text gibt es auch in Leichter Sprache.

Nicht nur für Kinder, auch für die Eltern bedeutet der Kindergarten Neuland. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass viele Fragen auftauchen: Wie wird sich das Kind zurechtfinden? Was lernen Kinder im Kindergarten? Was ist anders als in der Kita? Wodurch unterscheidet sich der Kindergarten von der Schule? Vor dem Kindergartenbeginn machen sich Eltern Gedanken, ob sich das Kind in seinem neuen Alltag zurechtfinden wird. Sie sorgen sich vielleicht um sein Wohlergehen.

Warum der Kindergarten wichtig ist

Im Kindergarten lernen die Kinder, sich in einer Gruppe zu behaupten. Sie müssen sich anpassen und in eine Gemeinschaft einfügen. Als Teil eines sozialen Gefüges beginnen sie, Verantwortung zu übernehmen und selbstständig zu handeln. Jedes Kind wird individuell gefördert und deshalb werden nach Möglichkeit auch Kinder mit einer Beeinträchtigung integriert. 

Kindergartenkinder sollen spielen und spielend lernen. 

Kernstück der Kindergartenarbeit ist das spielerische Vermitteln und das Weiterentwickeln von persönlichen, intellektuellen und sozialen Fähigkeiten. Kindergartenkinder sollen spielen und spielend lernen. Beim Zeichnen, Malen, Bauen und Gestalten übt das Kind sich darin, Fertigkeiten und Techniken zu erlernen. Wenn es Geschichten hört, lernt es, sich zu konzentrieren und Zusammenhänge besser zu verstehen. Im Turnen und bei Geschicklichkeitsspielen schult es seine Beweglichkeit. Bewegungselemente sind ein wichtiger Bestandteil des täglichen Unterrichts. 

Was üben Kindergartenkinder?

Kindergartenkinder lernen, sich selber bewusster wahrzunehmen, genau zu beobachten, hinzuhören, Gefühle auszudrücken und in Worte zu fassen. Im Kontakt mit anderen Kindern üben sie sich darin, sich einzufühlen, Rücksicht zu nehmen, zusammenzuspielen und zu arbeiten. Es gilt, Regeln einzuhalten und Konflikte zu lösen. In der Gruppe werden die Kinder selbstständiger und selbstbewusster. Immer wieder machen sie die Erfahrung wie es ist, mit Erfolg und Misserfolg umzugehen. Die Kinder werden in ihrer Lernfreude und beim Lösen von Problemen unterstützt.

Kindergarten – erste Stufe der Volksschule

Der Kindergarten stellt die erste Stufe der Volksschule dar und ist sozusagen der erste «offizielle» Ablösungsschritt für Eltern und Kinder. In 17 Kantonen ist der Besuch von zwei Kindergartenjahren bereits obligatorisch und in acht Kantonen ist ein Kindergartenjahr obligatorisch. Entscheidend für die Aufnahme in den Kindergarten ist das Geburtsdatum. Als Eintrittsalter gilt in der Regel das erfüllte vierte Altersjahr.

Image
Elternbriefe 4.-6. Lebensjahr

Ratgeber Elternbriefe

Dieser Text ist ein Auszug aus dem Kapitel «Kindergarten – eine neue Welt» des Elternbriefes 28 Kindergarten.

Viele Gemeinden verschenken die Elternbriefe

In zahlreichen Gemeinden und Städten erhalten Ersteltern ein Pro Juventute Elternbriefe-Abonnement geschenkt. Manche Gemeinden begrenzen dieses Geschenk auf das erste Lebensjahr. Andere schenken die Elternbriefe bis zum sechsten Lebensjahr. Prüfen Sie, ob Ihre Wohngemeinde die Elternbriefe finanziert.

Geben Sie hier Ihre PLZ ein und wählen Sie Ihren Wohnort aus der Liste aus.

Jetzt spenden