Familie & Gesellschaft

Sicher bezahlen im Internet

Online-Shopping hat viele Vorteile und ist beliebt bei Jung und Alt. Damit es keine unliebsamen Überraschungen beim Bezahlen übers Internet gibt, sind gewisse Vorsichtsmassnahmen zu befolgen. Ein paar wichtige Tipps und Infos für die ganze Familie.
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Une femme paie par carte de crédit sur Internet

Online-Shops boomen. Alles kann jederzeit und schnell gekauft werden. Zudem ist die Auswahl riesig und die Lieferung erfolgt bequem bis vor die Haustüre. Je mehr übers Internet gekauft und bezahlt wird, umso raffinierter werden die Betrugsmaschinerien. Zu den gestellten Fallen gehören gefälschte Zahlungsaufforderungen, Datenklau, Abo-Fallen oder vermeintliche Gratis-Angebote. Oftmals wird auch minderwertige Ware versandt oder trotz Zahlung erfolgt gar keine Lieferung.

Vorsicht bei Vorauszahlungen

Um auszuschliessen, dass die bezahlte Ware nicht geliefert wird, sollte man auf Rechnung oder per Nachnahme bestellen. Wird die Rechnung via Online-Banking bezahlt, ist auf eine gesicherte Internetverbindung zu achten. Online-Portale von Banken gehören zu den sichersten Zahlungsvorgängen.

Sichere Datenübermittlung

Ob per E-Banking oder mit Kreditkarte, bei Online-Zahlungen ist stets darauf achten, persönliche Dateneingabe nicht in einem öffentlichen WLAN zu machen. Zudem ist eine Verbindung nur sicher und verschlüsselt, wenn die Adresszeile mit https:// beginnt und links davon das Symbol des Schlosses angezeigt wird. Webseiten ohne «s», also http:// sind unsicher. 

Gesicherte elektronische Bezahlsysteme 

Virtuelle Geldbörsen wie beispielsweise PayPal, paysafecard oder paybox werden immer beliebter, weil sie die Daten ihrer Kunden schützen. Zahlungen können rasch und unkompliziert abgewickelt werden, ohne dass sie bei jedem Kauf neu eingegeben werden müssen. Auch hier ist auf eine verschlüsselte Eingabe der Daten zu achten.

Speichern Sie Ihre Bankdaten oder Angaben zur Kreditkarte nicht auf Ihren Apps oder Geräten.

Prepaid-Kreditkarten

Kundinnen und Kunden können Prepaid-Kreditkarten mit einem bestimmten Betrag aufgeladen und für Online-Bezahlungen verwenden. Bei einem Betrug geht bloss der aufgeladene Betrag verloren. Prepaid-Kreditkarte eignen sich gut für Jugendliche. Die Ausgaben lassen sich einfach kontrollieren und die Eltern müssen ihre Kreditkarte nicht den Kindern übergeben. 

Nur bezahlen, was gekauft wurde

Vielleicht bekommt man ganz unerwartet eine Rechnung für etwas, dass man nicht bewusst gekauft hat oder als vermeintliches Gratis-Angebot wahrgenommen hat. Am besten kontaktiert man direkt den Verkäufer oder Lieferanten. Folgt trotzdem eine Drohung eines Inkassobüros oder Rechtsanwaltes, weil die Rechnung nicht bezahlt ist, sollte man sich nicht einschüchtern lassen und sich an den Konsumentenschutz Schweiz wenden. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Betrugsmasche, die auch häufig Kinder und Jugendliche betrifft.

Kontoauszüge überprüfen und Betrug melden

Um den Überblick nicht zu verlieren und im Falle eines Betruges schnell reagieren zu können, sollten die Kontoauszüge regelmässig überprüft werden. Ist die Bankkonto- oder Kreditkartenabrechnung falsch, muss man sofort die Bank oder Kreditkartenfirma kontaktieren und die Karte sperren lassen.
 

Tipps für Vorsichtsmassnahmen

  • Schützen Sie Computer, Tablet oder Smartphone mit einer Antiviren-Software. 
  • Löschen Sie verdächtige E-Mails von unbekannten Absendern und klicken Sie nicht auf diese Links oder Anhänge. Meistens enthalten sie Viren und Trojaner, die auf Ihr System zugreifen und Ihre Zahlungsvorgänge unsicher und für Hacker zugänglich machen. (Phishing Mails)
  • Kaufen Sie nur über vertrauenswürdige Online-Shops oder Anbietende. Informieren Sie sich via Suchmaschine erst über unbekannte Händler. Achten Sie auf Kontaktangaben, Produktbeschreibungen, Impressum, rechtliche Bestimmungen zum Beispiel zu Rückerstattung und lesen Sie Erfahrungsberichte von anderen Kundinnen und Kunden. 
  • Nutzen Sie nur sichere Zahlungsvorgänge. Geben Sie Ihre persönlichen Daten zu Bankkonto oder Kreditkarte nicht weiter – weder per E-Mail, Brief, Telefon, Chat oder Online-Formular.
  • Speichern Sie Ihre Bankdaten oder Angaben zur Kreditkarte nicht auf Ihren Apps oder Geräten. Zum einen wegen Hacker, zum anderen wegen der Haftung. Macht Ihr Kind selbständige Käufe auf Ihre Rechnung, weil es freien Zugang zu Ihren Daten hat, gilt dies als stille Zustimmung Ihrerseits. Eine Rückforderung wird dadurch schwierig. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über Kostenfallen beim Smartphone, Games oder Online-Shops. 
  • Schauen Sie mit Ihrem Kind geeignete Zahlungsmethoden für Jugendliche an. Beispielsweise Twint oder Prepaid-Kreditkarte. Erklären Sie Ihrem Kind, worauf beim Bezahlen über Internet zu achten ist, damit es sicher unterwegs ist.