Familie & Gesellschaft

Weniger Druck für Eltern

Damit sich Eltern besser entlasten können, ist der Aufbau und die Pflege eines Beziehungsnetzes hilfreich. Tipps für einen entspannteren Familienalltag und mehr Gelassenheit.
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Grosseltern im Spiel mit ihren Enkelkindern.

Elternsein ist eine tolle und zugleich herausfordernde Aufgabe. Sie kann Eltern an ihre Grenzen bringen: An körperliche Grenzen wegen Schlafmangels in der Babyphase, an Grenzen der Geduld während der Trotzphase oder an Grenzen durch Sorgen und Auseinandersetzungen während der Pubertät. Eltern sind in allen Bereichen ihres Menschseins gefordert. Dementsprechend ist Unterstützung auch in verschiedenen Bereichen möglich und hilfreich.

Unterstützung hat vielfältige Gesichter

Nicht immer ist die gleiche Art von Unterstützung passend und hilfreich. Manchmal wünschen wir uns einfach ein offenes Ohr, jemanden der zuhört und da ist. In anderen Momenten brauchen wir konkrete praktische Hilfe. Entsprechend vielfältig kann ein Beziehungsnetz aufgebaut sein. Ob Familie oder Nachbarschaftshilfe, wichtig ist ein offener, ehrlicher Austausch darüber, welche Hilfe erwünscht ist. Damit die Unterstützung zum Tragen kommt, braucht es auf beiden Seiten Respekt füreinander.

Professionelle Hilfsangebote 

Manchmal ist ein tragendes System vorhanden. Manchmal muss es infolge verschiedener Umstände wie Umzug, Trennung etc. praktisch neu aufgebaut werden. Veränderungen gehören zum Leben. Wichtig ist, dies anzuerkennen. Das soziale Netz kann sowohl aus engen wie aus eher losen oder sogar nur punktuellen Verbindungen bestehen. Es gehört auch dazu, Bekanntschaften oder Freundschaften, die nicht mehr guttun, zu beenden. Zudem können private Kontakte ergänzt werden durch professionelle Hilfsangebote wie Erziehungs- oder Familienberatungsstellen.  
 

Tipps für Eltern

  • Pflegen Sie Kontakt zu den Eltern der Gschpänli. Eltern von gleichaltrigen Kindern erleben oft ähnliche Herausforderungen. Also eine gute Basis, um sich auszutauschen und zu erfahren, wie andere Eltern mit Schwierigkeiten umgehen.  
  • Mit jüngeren Kindern können Sie das Angebot der Mütter- und Väterberatung nutzen. Familienberatungsstellen unterstützen, wenn eine Beratung über längere Zeit Sinn macht. 
  • Falls Sie einen Babysitter suchen, vermittelt das Schweizerische Rote Kreuz junge Leute, die in einem Kurs auf diese Aufgabe vorbereitet wurden. 
  • Wenn Sie eine schwierige Zeit durchmachen oder Ihr Kind krank ist, können Sie sich auch an die Rotkreuz-Kinderbetreuung wenden und Hilfe anfordern.
  • Die Pro Juventute Elternberatung bietet rund um die Uhr vertrauliche Hilfe bei Fragen rund ums Elternsein online, per Mail oder 058 261 61 61. Fachleute hören Ihnen zu und unterstützen Sie bei der Suche nach einem passenden Beratungsangebot in Ihrer Region.