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Gute Games für Kinder – gibt es die?

Viele Eltern sind unsicher, welche Games sie ihren Kindern erlauben sollen. Denn nicht alle Spiele sind für Kinder geeignet, geschweige denn pädagogisch wertvoll. Zum Glück gibt es einige Anhaltspunkte. Welche das sind und wo Eltern sich über gute Games für Kinder informieren können.
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Gemeinsam Gamen macht Spass.

Viele Computerspiele, allen voran die grossen Blockbuster wie «Call of Duty» oder GTA sind für Erwachsene programmiert worden. Sie sind also grundsätzlich keine Kinderspiele und können Kinder überfordern. Trotzdem gibt es aber natürlich Games, die für Kinder geeignet sind. Doch was zeichnet gute Games für Kinder aus?

Altersangaben beachten

Ein erster Anhaltspunkt sind die Altersangaben. Diese liefern Informationen zur Alterseinstufung. Sie bewerten den Inhalt der Spiele nach Kriterien wie beispielsweise Gewalt und Sexualität. Allerdings werden Spiele je nach App-Store unterschiedlich eingestuft. Apple hat beispielsweise ein anderes Bewertungssystem als Google.

Zudem fehlt bei der Alterseinstufung eine Beurteilung nach pädagogischen Kriterien. Die Altersangaben sagen daher nichts darüber aus, ob ein Spiel gut gemacht ist, die Kreativität anregt oder wertvolle Fähigkeiten vermittelt. Eine pädagogische Bewertung von Spielen bietet beispielsweise der Spieleratgeber der Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW. Darüber hinaus gibt es weitere Faktoren, an denen sich Eltern orientieren können, um zu entscheiden, ob ein Spiel für ihr Kind geeignet ist oder nicht:

​​​​​​​Gute Games für Kinder

  • entsprechen dem Entwicklungsstand des Kindes. Es wird weder unter- noch überfordert.
  • sind frei von verstörenden und ungeeigneten Inhalten, welche die Entwicklung von Kindern beeinträchtigen könnten.
  • kommen ohne Werbung aus und beinhalten keine In-App Käufe.
  • verlinken nicht auf Social Media und sammeln keine Daten.
  • machen Spass und sprechen die Interessen des Kindes an.

Gute Spiele dürfen etwas kosten

Diese Kriterien gelten unabhängig der Genres oder Arten von Games. Denn natürlich sind Geschmäcker verschieden, auch bei Kindern. Idealerweise würde ein Game natürlich alle diese Punkte erfüllen. Leider ist das aber in den wenigsten Fällen tatsächlich so. Eines aber zeigt sich deutlich: Kostenpflichtige Games kommen meist mit weniger Werbung und In-App-Käufen aus. Ein gutes Game darf daher durchaus etwas kosten. 

Darüber hinaus gibt es aber keine pauschale Antwort, welche Games für das einzelne Kind geeignet sind. Es sollte zu seinen Interessen und zu seiner Entwicklung passen. Ebenso spielt eine Rolle, welche Haltung und Ziele die Eltern bezüglich Games haben. Deshalb sollten Eltern nicht blindlings Empfehlungen für Spiele vertrauen, sondern selber einen Einblick nehmen, die Spiele anspielen und dann entscheiden, ob das Spiel ihren Bedürfnissen sowie jenen des Kindes entspricht.

    Tipps für Eltern

    • Um Spiele auszuprobieren, müssen sie nicht zwingend neu gekauft werden. Viele Ludotheken bieten eine Auswahl an Games.
    • Verschiedene Websites bieten eine Übersicht über gute Games für Kinder. Sowohl der Spieleratgeber-NRW wie auch die Österreichische «Bundesstelle für die Positivprädikatisierung von Computer- und Konsolenspielen» listen empfehlenswerter Spiele für Kinder auf.
    • Für Onlinespiele, welche über jedes Gerät mit Internetzugang gespielt werden können, gibt es oftmals keine Altersangaben. Sprechen Sie mit Ihrem Kind auch über solche Spiele und darüber, weshalb nicht alle Onlinespiele geeignet sind.
    • Computer oder Spielkonsole sollten nicht im Kinderzimmer stehen.
    • Es gibt verschiedene Möglichkeiten, zu steuern, welche Inhalte dem Kind zur Verfügung stehen. Richten Sie Spielkonsolen, Tablets, PCs und Handys mit dieser Anleitung kindersicher ein. 
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