Pro Juventute lanciert Crowdfunding: Schenken Sie einem Flüchtlingskind sein Lachen

15.05.2019 – «Spielen hilft heilen», ist Petra Stocker von Pro Juventute überzeugt. Deshalb engagiert sie sich persönlich mit einem Crowdfunding für entsprechende Mittel. Ziel ist es, während der Sommerferien möglichst viele Flüchtlingskinder mit dem Projekt «Spielen ohne Grenzen» zu erreichen und ihnen ihr Lachen wiederzuschenken. Dafür sollen via Crowdfunding auf der Plattform WeMakeIt insgesamt 67’000 CHF gesammelt werden.

Rund ein Drittel aller Asylbewerber*innen sind Kinder und Jugendliche. Während der Ferien fehlen die schulischen Strukturen, und die Flüchtlingskinder in Asyl- und Durchgangszentren sind auf sich allein gestellt. Leider mangelt es in vielen Schweizer Asyl- und Durchgangszentren noch an Spielmöglichkeiten für die Kinder.

Positive Spielerlebnisse helfen, Traumatisches zu verarbeiten

Auf der Flucht haben Flüchtlingskinder oft Traumatisches erlebt. Für sie wäre es besonders wichtig, sich ins Spiel zu vertiefen und mit anderen Kindern zusammen unbekümmerte Fröhlichkeit zu erleben. Diese unbelasteten Momente können helfen, traumatische Erlebnisse leichter zu verarbeiten. Das Projekt «Spielen ohne Grenzen» besucht die Kinder während der Ferienzeit mit einem Spielbus, um ihnen solche positiven Spielerlebnisse zu ermöglichen.

Petra Stocker, Projektleiterin bei Pro Juventute, bittet die Schweizer Bevölkerung um Unterstützung: «Als Projektleiterin von Spielen ohne Grenzen weiss ich, wie wichtig der Spielbus für Flüchtlingskinder ist. Denn das freie, unbeschwerte Spielen hilft ihnen dabei, nach ihren oft traumatischen Erlebnissen auf der Flucht einfach wieder das zu sein, was sie sind: Kinder. Darum bitte ich Sie: Unterstützen Sie das Projekt auch mit kleinen Beiträgen und schenken Sie Flüchtlingskindern eine Woche ausgelassenes Spielen!»

Für das Projekt kann auf der Plattform WeMakeIt gespendet werden: https://wemakeit.com/projects/spielen-hilft-heilen

Nachhaltige Projektwirkung und erster positiver Integrationsschritt

Nebst der positiven Wirkung auf das seelische Wohl der Kinder ist Spielen – für Jung und Alt – auch ein wichtiger erster Schritt zur Integration. Der Spielbus bringt eine ganze Palette von Materialien, die die Kinder, Jugendlichen und Eltern Hand in Hand mit dem Team vor Ort zu Spielgeräten zusammenbauen. Alle packen an, über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg. So entstehen ein selbstgebauter Spielplatz und eine bleibende Spielzeugsammlung, die im Asylzentrum bleiben. Denn viele Kinder leben bis zu einem Jahr in Asyl- und Durchgangszentren – und es kommen regelmässig neue dazu.

Katja Schönenberger, Direktorin von Pro Juventute, begrüsst das persönliche Engagement von Petra Stocker: «Wir dürfen uns glücklich schätzen, so engagierte Mitarbeiter*innen in unseren Reihen zu haben. Wir unterstützen Petra nach Kräften, damit das Crowdfunding gelingt und möglichst viele zusätzliche Kinder und Standorte vom Projekt Spielen ohne Grenzen profitieren können.»

Der konkrete Bedarf

Der Zielbetrag von 67’000 CHF – sofern er zustande kommt – würde für Folgendes genutzt:

  • Einsatz von zwei soziokulturellen Animator*innen während der gesamten Projektdauer
  • Miete, Unterhalt und Betrieb des Spielbusses
  • Spiel-, Bau- und Bastelmaterial
  • Ludotheken und mobile Spielgeräte pro Standort und, wo möglich, Bau von permanenten Spielplatzelementen in den Asyl- und Durchgangszentren

Kontakt und weitere Informationen:

Bernhard Bürki
Verantwortlicher Kommunikation
Telefon: 044 256 77 22
E-Mail: bernhard.buerki[at]projuventute.ch

Wir machen uns stark für Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern in der Schweiz

Pro Juventute unterstützt Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern auf dem Weg zu selbst- und sozialverantwortlichen Persönlichkeiten. Mit vielfältigen Angeboten hilft die Stiftung direkt und wirkungsvoll. Sie bietet spannende und gut frequentierte Programme und Dienstleistungen, wie die Pro Juventute Beratung + Hilfe 147 oder die Pro Juventute Elternberatung an. Davon profitieren jährlich rund 265'000 Kinder und Jugendliche und 100‘000 Eltern in der Schweiz.