Enseignant·e·s et spécialistes

#standup – Initiative contre le harcèlement

Nous vous soutenons dans la mise en place de mesures et d’outils pour lutter contre l'intimidation et le harcèlement dans votre école.
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Ein Mädchen wird von der Gruppe ausgeschlossen

Voilà pourquoi #standup – Initiative contre le harcèlement est un projet important

En Suisse aussi, le harcèlement entre élèves est en augmentation: dans l’enquête Pisa de 2015, 11% des élèves ont déclaré que d’autres se moquaient d’eux. En 2018, ce chiffre était déjà de 13%. Le harcèlement-intimidation a de graves conséquences sur la vie sociale et sur la santé des personnes cibles, mais aussi de celles qui harcèlent et de leurs complices. C’est pourquoi Pro Juventute a lancé l’Initiative contre le harcèlement en collaboration avec la Fondation suisse pour la santé RADIX, l’association du travail social en milieu scolaire (SSAV) et l’association suisse des directeurs et directrices d’école (VSLCH).

Objectifs de #standup – Initiative contre le harcèlement

  • Les élèves sont sensibilisés au thème du harcèlement dans les cours, sont capables de reconnaître les situations de harcèlement et savent ce qu’ils peuvent faire. La culture scolaire est encouragée, et la résilience des enfants et des jeunes est renforcée.  
  • La direction de l’école, les enseignant·e·s et les assistant·e·s sociaux·les de l’école sont formé·e·s pour reconnaître les signes de harcèlement et apprendre des approches sur la façon d'y lutter efficacement. Ils ou elles développent en équipe différents outils pour le quotidien scolaire, y compris un guide d’action pour lutter contre le harcèlement. 
  • Sur le site Internet 147.ch, les élèves des écoles pilotes disposent d’une plateforme numérique, sur laquelle ils ou elles peuvent faire un signalement confidentiel sans crainte. Ce signalement est transmis à l’assistante ou à l’assistant social·e de l’école qui, de son côté, entreprend les démarches suivantes conformément au guide d’action. En outre, les élèves découvrent l’offre de conseil bas seuil du 147, où ils ou elles peuvent s’adresser 24 heures sur 24.

Le projet

Les écoles des cycles 2 et 3 mettent en place avec l’ensemble du corps enseignant des mesures de prévention et de détection précoce du harcèlement entre élèves ainsi que des mesures d’intervention précoce dans le quotidien scolaire. Ce processus durera environ un an. Dans ce cadre, les écoles ont également accès à la plateforme de signalement numérique de Pro Juventute, sur laquelle les élèves peuvent signaler un cas de manière confidentielle. Celui-ci est transmis à l’assistante ou à l’assistant social·e de l’école qui, de son côté, entreprend des mesures conformément au guide d’action contre le harcèlement-intimidation.  

In unserem Mobbing-Dossier finden Sie hilfreiche Informationen zum Thema Mobbing.

Projet pilote

 

L’«Initiative contre le harcèlement» a démarré en tant que projet pilote en août 2021. 36 écoles de 8 cantons de Suisse alémanique y participent. Dans le cadre de l’initiative, ces écoles sont soutenues dans la lutte globale contre le harcèlement. Le projet pilote durera jusqu’à fin 2022. L’évaluation sera publiée à la fin du projet. 
 

#standup – was andere sagen

Interview mit Stefan Ritz, Schulgemeinde Eschenbach

 

Die Schulgemeinde Eschenbach hat am Pilotprojekt von «#standup – Initiative gegen Mobbing» teilgenommen. Im Interview spricht Stefan Ritz, Schulsozialarbeiter und Projektleiter, über seine Erfahrungen während der Projektphase und die Gründe, die Initiative weiterzuführen.

Stefan Ritz, was hat Ihre Schulgemeinde motiviert, bei der Initiative #standup mitzumachen?
Schülerinnen und Schüler sollen angstfrei und motiviert zur Schule kommen können. Das Wohlbefinden der Schüler*innen ist ein Hauptgrund, weshalb wir am Pilotprojekt teilgenommen haben und es weiterführen.

Welche Klassen nehmen teil?
Ab der dritten Klasse erhalten die Schüler*innen einen QR-Code im Hausaufgabenheft, der Zugang zur Meldeplattform bietet. Auch die Eltern werden informiert. Dieses Vorgehen hat sich bewährt, da wir bereits ein Drittel der Meldungen aus der Unterstufe erhalten.

Wie wurde die Initiative eingeführt?
Die Schule hat mich als Projektleiter eingestellt, sodass ich genügend Ressourcen habe, um das Projekt mit einer Steuergruppe voranzutreiben. Wir sind seit drei Jahren erfolgreich dabei und die Schule hat das Projekt um weitere zwei Jahre verlängert. Es braucht mindestens vier bis fünf Jahre, um ein solches Projekt erfolgreich zu etablieren.

Wie wichtig sind zusätzliche Ressourcen?
Zusätzliche Projekte kommen oft «on top» zu den regulären Aufgaben. Es ist wichtig, dass dafür Personen und Ressourcen bereitgestellt werden, damit die Projekte nicht an der Überlastung der Lehrkräfte scheitern.

Wo ist die Initiative für Sie im Schulalltag besonders spürbar?
In unserer grossen Schulgemeinde mit zwölf Schulen haben einige Schulen Wir-Plakate mit dem QR-Code gestaltet. Das hat das Thema für die Schüler*innen sichtbar gemacht. Auch Eltern haben sich direkt an mich gewandt und gefragt, ob die Plattform wirklich anonym ist und die Meldung trotzdem ankommt. Jede Meldung wird innerhalb von 48 Stunden geprüft.

Gab es weitere Schlüsselmomente?
Ein Schüler aus der dritten Klasse hat in der Freizeit den QR-Code mit einem Handy gescannt, das er extra organisiert hat. Für mich war das ein positives Erlebnis. Auch unsere sehr engagierte Steuerungsgruppe, bestehend aus acht Freiwilligen, ist ein Highlight.

Wenn eine neue Schule zu Ihnen käme und nach einem Tipp für die Projektteilnahme fragt, was würden Sie raten?
Es braucht Ressourcen und eine Person, die das Projekt leitet. Ohne ausreichende Ressourcen ist das Projekt zum Scheitern verurteilt, da es sonst nur eine von vielen zusätzlichen Aufgaben bleibt.

 

Interview mit Alex Lerf, Schulgemeinde Wangen-Brüttisellen

 

Das Pilotprojekt «#standup – Initiative gegen Mobbing» hat auch an der Schule Wangen-Brüttisellen etwas bewirkt. Im Interview spricht Alex Lerf über seine Anwendung und die gemachten Erfahrungen während des Projekts.

Warum engagiert sich Ihre Schule für Mobbingprävention und -früherkennung?

In meiner Kindheit und im Jugendalter habe ich selbst Erfahrungen mit Mobbing gemacht. Damals habe ich keine Unterstützung erhalten, wäre aber froh gewesen, wenn ich diese bekommen hätte. Später habe ich mich fachlich mit diesem Thema auseinandergesetzt und gesehen, dass es nach wie vor ein unterschätztes Thema ist. Es ist ein Thema, das man aktiv angehen muss, weil Mobbing sonst häufig unsichtbar bleibt und weil es ein systemisches Problem ist.

Wie setzt Ihre Schule die Initiative #standup um?

Sie ist sehr stark an meine Person gebunden. Ich erinnere die Lehrpersonen jedes Jahr etwa um die gleiche Zeit daran, dass sie mindestens zwei bis vier Pflichtlektionen über Mobbing durchführen müssen. In diesen geht es darum, was Mobbing ist und wie man Mobbing begegnen kann. Im Anschluss führe ich die Online-Meldeplattform ein. Das machen jeweils drei Klassen pro Jahr. Wir haben auch einen Leitfaden für die Schulsozialarbeit, der beschreibt, wie man in einer bestimmten Situation vorgeht.

Wie prägt die Initiative den Schulalltag?

Ich verantworte nebst #standup noch ein Projekt namens Peacemaker. Ich denke, das ist in gewissem Mass auch eine Auswirkung der Initiative gegen Mobbing. Einerseits habe ich dafür meine eigene Pausenplatzpräsenz erhöht. Ich bin jedes Mal, wenn es mir möglich ist, selbst in der grossen Pause anwesend. Andererseits führe ich Peacemaker und schaue, dass diese eine gewisse Präsenz haben. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Kinder merken, dass die Lehrpersonen und ich für sie da sind – und auch zwischen den Zeilen lesen können. 

Haben Sie einen Tipp für Schulen, die neu am Projekt teilnehmen möchten?

Ich denke, das A und O ist, dass man nicht nur aus Eigeninitiative das Projekt lanciert, sondern von Anfang an auch Lehrpersonen und insbesondere die Schulleitung involviert, damit die Initiative nicht zu sehr von einer Person abhängig ist. Sonst besteht die Gefahr, dass das Projekt ein Stück weit versandet. Eine Person reicht nicht, um ein systemisches Problem zu lösen.

Nos partenaires de projet

RADIX

Die Schweizerische Gesundheitsstiftung RADIX ist die Anlaufstelle für interessierte Schulen. Sie stellt eine professionelle Begleitung und Unterstützung der Schulen bei der Umsetzung sicher. RADIX bringt langjährige Erfahrung in Prozessbegleitung von schulorientierter Gesundheitsförderung, Prävention sowie Früherkennung und Frühintervention mit. Die Teile der Gesundheitsförderung und Prävention von Mobbing basieren auf www.mindmatters.ch sowie www.radix.ch/schoolmatters-handbuch, unterstützt von Beisheim Stiftung und Gesundheitsförderung Schweiz.

SSAV

Der SSAV als ein Berufsverband von Schulsozialarbeitenden engagiert sich für die Professionalisierung und die Qualitätssicherung der Schulsozialarbeit sowie deren politische Stärkung. Die Schulsozialarbeit unterstützt Kinder und Jugendliche bei der Bewältigung von psychosozialen Schwierigkeiten, bestärkt sie in ihren Problemlösefähigkeiten und fördert ihre Eigenverantwortung. Zudem setzt sie sich für Bedingungen ein, die eine positive Entwicklung der Kinder und Jugendlichen ermöglichen. Dafür steht auch der SSAV ein und bringt dieses Know-How bei der Initiative gegen Mobbing ein. 

VSLCH

Schule21 macht glücklich: Das ist unsere Mission. Wir verpflichten uns, mit Weitsicht, Engagement und Bildungsprofessionalität die Schule so zu gestalten und zu führen, dass sie ein Maximum beiträgt, Menschen jetzt und in Zukunft ein glückliches, selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Im Mittelpunkt stehen die Kinder und Jugendlichen. Sie sollen ihre Schulzeit als geschützten Raum erfahren, der sie individuell und gemeinsam auf ein gutes Leben vorbereitet. Dafür steht der Verband der Schulleiterinnen und Schulleiter Schweiz (VSLCH) ein, ganz nach dem Motto der Initiative – #standUp!